Nicht erst seit Hape Kerkelings “Ich bin dann mal weg” wird einem ja immer wieder ans Herz gelegt, nicht nur auf Reisen auf Zeichen und Hinweise zu achten, welche einem womoeglich Entscheidungshilfen im Speziellen oder Antworten auf persoenliche Fragen im Allgemeinen bieten. Diese koennen dann auch unterschiedlich geartet sein. Und oft habe ich mich gefragt, wie und wann ich diese Zeichen dann eigentlich sehe? Ich glaube jedenfalls, einige ab und an in der Vergangenheit registriert zu haben.
Hier in Roberts Creek fuehle ich mich jedoch noch zu sehr mit dem Kurs beschaeftigt, als dass ich auch nur einen meiner sieben Sinne daran “verschwenden” koennte oder wollte. Am Montag wollte dann aber wohl “jemand” bzgl. des Gelingens der noch anstehenden Suedamerika-Reise aber auch gar nichts anbrennen lassen. Er schleuste quasi eine Armarda, ein Bollwerk an Hilfen in meinen Schreinerkurs sowie das naehere Umfeld der Schreinerschule, welche(s) ich gar nicht uebersehen konnte: 5 Venezuelaner und einen perfekt spanisch-sprechenden Kanadier. Dann kann der Sprachkurs ja schon frueher beginnen, dachte ich mir…jedenfalls kaempfe ich mich nun jeden Morgen wacker mit meinen Spanisch-Fetzen durch die spanische Armarda ;o) Sie helfen mir alle…und es wird…!
Doch damit nicht genug. Daheim bin ich ja nicht mehr grossartig zum Lesen von Kanada-Reisefuehrern gekommen. Also suchte ich mir hier eine Bibliothek…ja, aber auch gar nichts war dort zu holen. Das hiess dann, evtl. noch einen Reisefuehrer zu kaufen oder sich durch Internetreiseforen zu klicken. Also habe ich’s erstmal aufgeschoben, bis ich mal wieder in den kommenden Wochen in die Stadt (Vancouver) kaeme. Wenige Tage spaeter fiel mir dann waehrend eines Telefonats im Hostel dieses Regal auf, welches mir vorher im Wohnzimmer noch gar nicht aufgefallen war…voll mit Reiseliteratur. Aeaeaehh, u.a. auch mit mehreren Reisefuehrern zu Kanada!?!
Erkenntnis dieser Woche: “Loslassen und die Hilfen kommen wirklich von ganz allein.”
@ mein Bruderherz: Manchmal moechte ich einfach glauben und einen tieferen Sinn darin erkennen! ;oP
Am Strand von Roberts Creek wurde dieser Tage dann noch ein alljaerlich wiederkehrendes Malerei-Projekt beendet, genannt Mandala, an dessen Vollendung sich jeder beteiligen konnte, der wollte. Nur bei mir wollte sich der Drang nach spiritueller und kuenstlerischer Verwirklichung und Verewigung – oder wenigstens fuer diesen Sommer – nicht einstellen. Bin dann doch eher beim Fotografieren geblieben.
Ansonsten sah die 2. Woche in der Schreinerschule die Herstellung eines Schlicht- und eines Schabhobels vor…darf ich vorstellen, meine beiden neuen “Buddies”. Haette nicht gedacht, dass sie so gut funktionieren wuerden. Zumal ich endlich begriffen habe, wie ein Hobel richtig zu nutzen und einszustellen ist. Ich sag nur: “Schleifpapier ade!”
Einen Haken hat die Schreinerschule dann aber doch noch: die Lage!
Ich meine, ich beschwere mich ja nicht ueber meine allmorgendliche, zweiminuetige Fahrradtour den Berg hinab zur Schule, ohne auch nur einmal die Tretkurbel wachzuruetteln. Aber die Schule genau hinter das Gumboot Cafe zu positionieren grenzt schon an Folter und geht eindeutig zu weit! Es sind nicht einmal 15m von unserer Pausenzeit-Bank zur Cafe-/Baeckerei-Theke, welche von A wie Artischocke bis Z wie zimtig alles bereithaelt, was das Kulinarier-Herz begehrt. Und wenn sich dann Dein Gaumen gerade erst von der superleckeren “Fun Guy”-Pizza erholt hat, grinst Dich sogleich eine Lage frischgebackener Brownies oder Carrot Cakes an…und das jeden Tag…wie gemein ist das denn!?!
Ob das die Rache der Eichhoernchen im New Yorker Central Park ist?!? ;o)
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