In New York am Flughafen angekommen, erschlugen mich erst einmal gefuehlte 80% Luftfeuchtigkeit. Dazu mein “Handtaeschchen” vor dem Bauch und mein zu gross geratenes “Schminkkoefferchen” von exactement 23,2 kg…da steht man schonmal sofort im Saft. Und dazu dann die New Yorker U-Bahn mit ihrer uebereifrig arbeitenden Air Condition…brrr! Egal, entschaedigt wurde ich beim Verlassen der U-Bahn-Station 95th Street mit dem traumhaft schoenen Anblick des Central Parks…hui!!! Somit kann festgehalten werden, dass nicht nur “Minga” einen wunderschoenen Park hat ;o) Nach dem Einchecken im Candy Hostel und kurzem Verschnaufen – Christian danke noch einmal dafuer…war alles i.O. – ging’s ab nach Downtown. Denn zwei Tage Aufenthalt in einer der groessten und aufregendsten Staedte der Welt erlauben wenig Verzug. Es ist schon beeindruckend (wertfrei), wie gross hier bei den Amis alles ist…Strassen, Haeuser, Autos et cetera. Nach den ersten touristischen Attraktionen am Time Square kam ich mit Alan ins Gespraech.
Waehrend eines gemeinsamen, unterhaltsamen Dinners unterm goldenen “M” hat er sich wohl entschlossen mir Downtown bei Nacht zeigen zu wollen. Fair enough! Gleich noch eine Stadtrundfuehrung mit einem Einheimischen…mit was man nicht alles so beschenkt wird. Dass es dann aber die 7th Avenue gleich bis Ground Zero runtergehen sollte, wussten meine Fuesse zu diesem Zeitpunkt noch nicht…es hatte sich aber gelohnt!
Nachdem ich am Vortag 25 Stunden auf den Beinen war – Zeitverschiebung sei Dank – bin ich am Mittwoch erst um die Mittagszeit aus den Puschen gekommen. Ganz entspannt durch den Central Park schlendern, Sonne geniessen, kleine Eichhoernchen mit supersuessen Keksen vergiften, Beachvolleyball bestaunen und Jazzmusik lauschen…haaaa…”was isses mir gut!” Auf die Abendgestaltung gehe ich an anderer Stelle (Artikel “So san mia hoid”) ein.
Am Donnerstag Abend sollte es dann weitergehen nach Seattle. Somit stand nur noch ein Lunch mit Zsuzsa Naehe Waschington Square auf dem Plan und anschliessend noch die Stadt von oben beschauen. Washington Square ist eine kleine gruene Oase Naehe der Universitaet inmitten des pulsierenden Herzschlags von Manhattan. Herrlich, Friedrichshain, so wie ich es kenne, laesst gruessen. Zum Lunch entschieden wir uns fuer Italienisch. Nach all dem suessen Gepapse der letzten beiden Tage freute ich mich endlich wieder etwas Vollmundiges, Herzhaftes essen zu koennen. Und Burger muessen ja auch nicht immer sein. Es haette mich jedoch stutzig machen sollen, dass unser Servierer ein paar Pigmente mehr mit sich herumtrug und somit Italien nicht wirklich originaer entstammen konnte. Wie schaut’s dann erst mit dem Koch aus…hm…keine Bange, satt sind wir geworden. Dennoch Italienisch ist anders. Anschliessend sind wir einer Empfehlung vom Vortag gefolgt. Fuer den wunderbaren Blick ueber Manhattan sollte man nicht die teurere Aussichtsplattform des Empire State Buildings, sondern die des Rockefeller Plazas nutzen. Denn der Blick vom Empire State gen Norden auf den Central Park wird durch eben jenes Rockefeller Plaza “versperrt”.
Wahnsinn! Man muss sich schon bewusst machen, dass jene Haeuser, die aus der 70. Etage des Rockefeller Plaza in all dem Hochhausgetuemmel wie kleine Buerohaeuser aussehen, bei uns in Deutschland immer noch locker unter dem Titel Hochhaus rangieren wuerden. Und wenn fuer neue Bauten kein Platz mehr in Manhattan ist, dann wird halt aufgestockt…ein Meer aus kleinen senkrecht aufgestellten Rechtecken: It’s 3D-Tetris-Time!
Danach ging es fuer mich zurueck zum Hostel. Auschecken und ab zum John F. Kennedy-Flughafen. Jedoch irgendwie wollte sich beim Einchecken fuer den Flug nach Seattle mein Reisepass nicht finden lassen. Ooooh nöö!!! Mehr und mehr machte sich der Verdacht breit, er koennte noch im Hostel sein. Erst nach einer Odyssee mit fuenf verschiedenen Mitarbeitern der amerikanischen Telefonauskunft – nur weil sie das Wort “Hostel” nicht kannten – bestaetigte sich dieser Verdacht. Er lag weiterhin brav im Office des Hostels. Da haben wohl alle Beteiligten einen schwachen Moment gehabt. Was nun? Fliegen und Reisepass nachschicken lassen oder Umbuchen – nein, halt, neu buchen (!) – und Reisepass abholen?
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