An diesem Sonntag aufgestanden sind wir dann relativ frueh, um nicht das Paerchen zu verpassen oder um vielleicht noch eine fruehere Mitfahrt am Parkplatz abzugreifen, denn am Wochenende kommen viele Tagesausfluegler zum Cape Scott Trail.
An diesem Sonntag aufgestanden sind wir dann relativ frueh, um nicht das Paerchen zu verpassen oder um vielleicht noch eine fruehere Mitfahrt am Parkplatz abzugreifen, denn am Wochenende kommen viele Tagesausfluegler zum Cape Scott Trail.
Fruehstueck gab´s dann auf den am Strand liegenden grossen Baumstaemmen des Driftwoods (Treibholz) und sich von der Sonne den Pelz waermen lassen. Danach ging es fuer eine kurze Wanderung am Vormittag ab zur Experiments Bight. Natuerlich ohne Rucksack!. Wie herrlich ist das denn, eigentlich. Mal nicht Burro sein!
Nachdem es gestern abend ein wunderbar trockener Abend am waermenden Feuer war, gesellte sich puenktlich um 7:00 Uhr morgens der Regen wieder zu uns. Als haette unser vermisstes Kind den Weg nach Hause wiedergefunden. Das Zelt war gerade erst wieder trocken, nach all den nassen Tagen und die Vorfreude, ein trockenes Zelt einpacken zu koennen, waren wieder dahin…na tollo!
Ich habe den Schnupperkurs angenommen und ausprobiert und nun moechte ich eigentlich nur noch die Escape-Taste druecken. Die Natur in allen Ehren. Ich liebe es hier draussen zu sein, aber bei dem Wetter reichts auch irgendwann.
An diesem Morgen wachten wir nicht nur mit dem Rauschen des Meeres, sondern auch mit Wasser in unserem Zelt auf. Woher kam das denn jetzt? Und schon gar nicht sollte mein Daunenschlafsack schon wieder nass werden. Denn dieses Mal waere der naechste Trockner 3-4 Tage Fussmarsch entfernt.
Die Streckenbeschreibung wusste steile und zerfurchte Wanderwege entlang der Kueste zu berichten. Wobei ruhig der ein oder andere Blick auch dem schoenen Regenwald gewidmet werden durfte. Na, schauen wir mal, wieviel Kapazitaeten ich heute frei haben wuerde.
Spaet am Morgen hatten wir alles zusammengepackt, denn ich hatte meinen Wecker mehrmals “gesnoozt”. Ich wollte einfach noch ein wenig schlafen.
Und nun standen wir in der Shushartie Bay dem Start-/Endpunkt des in diesem Jahr neu errichteten North Coast Trails. Ca. 43 km Wanderwege + 15 km Zubringerpfad wuerden nun auf dieser Alternative zum weitaus bekannteren und dafuer auch weit im Voraus ausgebuchten West Coast Trail in den kommenden 5 Tagen unser Unterhaltungsprogramm sein. Unser Faehrmann vom Water-Taxi setzte uns nach der 50minuetigen Fahrt auf den Algenpflanzen am Buchtufer dann auch mit den abschliessenden Worten ab: “At least your skin is waterproof!” (Wenigstens Eure Haut ist wasserdicht!) und verschwand innerhalb von wenigen Momenten wieder hinter der naechsten Kurve aus unserer Sichtweite.
Zwischendrin erinnerte ich mich an eine Aussage von Anna drei Wochen zuvor in Sechelt, Marnie habe es ab und an nicht so mit der Zeitplanung und koenne sich nicht so recht auskaesen. Na, dann hat sie mich noch nicht erlebt, hatte ich damals, in mich hineinschmunzelnd, gedacht.
Nachdem dann auch am Freitag, meinem letzten Tag in Roberts Creek, endlich meine Leatherman-Bestellung aus den Staaten eintraf, konnte ich entspannt die letzten Stunden bis in die Nacht hinein mit Hannah, Beatriz, Juan Carlos, Grig, Brain und der gesamten Familie Van Norman (Robert, Yvonne und Kinder) noch geniessen. Irgendwie scheinen sie’s hier in Nordamerika nicht so mit der Post zu haben. Auf alle Faelle wurden die avisierten 4-10 Tage mit letztendlichen 11 Tagen doch arg ausgedehnt…was meinem Nervenkostuem nicht gerade zutraeglich war. Aber, Bruderherz, ich kann Dich beruhigen, mittlerweile sollte Dein ”kleines Klappmesser deluxe” auch zu Dir unterwegs sein…mit all dem anderen “Spielzeug”.
Somit war aber auch klar, dass ich mir so langsam konkretere Gedanken ueber meine 2 zusaetzlichen Wochen in British Columbia nach dem Schreinerkurs machen sollte. Die Einladung von Marnie (eine der 14 Frauen vom Wochenende zuvor) nach Vancouver zu kommen, brachte auch gleich am darauffolgenden Wochenende den rechten Impuls.
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