Die Nacht am Strand der Nels Bight verlief dann auch endlich mal ohne Zwischenfaelle und es blieb auch mal trocken. Bis am Morgen einer der Baumstaemme, an welchem ich das Zelt u.a. arretiert hatte, umfiel und mir genau auf meinen Fuss fiel. Ich stand im Zelt!…wenn das denn moeglich gewesen waere. Guten Moren auch!
Fruehstueck gab´s dann auf den am Strand liegenden grossen Baumstaemmen des Driftwoods (Treibholz) und sich von der Sonne den Pelz waermen lassen. Danach ging es fuer eine kurze Wanderung am Vormittag ab zur Experiments Bight. Natuerlich ohne Rucksack!. Wie herrlich ist das denn, eigentlich. Mal nicht Burro sein!
Um ehrlich zu sein, nun war ich wirklich traurig, dass wir heute gegen Mittag schon wieder aufbrechen muessten. Ich verstehe nun auch, warum diese Straende auf dieser Insel solch´ Anziehungskraft haben. Kilometerlange weisse Straende und umsaeumt von traumhafter Natur (Waelder). Was doch ein Schuss Sonne so alles ausmachen kann! Am fruehen Morgen mit der Sonne um die Wette strahlen und sich die Meeresbrise um die Nase wehen lassen…was will man denn mehr?
Richtig! Essen! Also gab´s nach der Rueckkehr von Experiment Bight auch gleich Mittag, welches wir vorsorglich schon am Morgen mit zubereitet hatten.
Aufbruch von Nels Bight gleich nach dem Mittag. Rund 18 km mussten wir noch zum Parkplatz zuruecklegen, bevor es dunkel wurde und Marnies Bein wurde auch nicht gerade besser. Sie musste schon seit 1,2 Tagen humpeln und konnte nicht volles Tempo gehen.
Von dem folgenden Etappenabschnitt zwischen Nels Bight und Parkplatz berichte ich jetzt mal nicht. Ausser, dass wir wieder jede Menge Schlamm, Pfuetzen und Stege zu beschreiten hatten…das uebliche Programm auch zum Schluss noch.
So gegen 19:30, die Sonne war bereits untergangen, erreichten wir endlich den Parkplatz. Voellig ausgelaugt, die Beine schmerzten, null Antrieb, um noch irgendwo hinzulaufen. Aber wir benoetigten noch eine Bleibe fuer die Nacht. Zur Not haetten wir auch am Parkplatz uebernachtet, doch ein Zeltplatz war laut Karte die Strasse runter.
Dort angekommen, bot uns Doug, eine Art knuddeliger kanadischer Ruebezal, an, unsere Rucksaecke vom Parkplatz zu holen und uns ein Plaetzchen zum Schlafen zu geben…daaanke!
Aber um ehrlich zu sein, im ersten Augenblick war uns schon anders, als wir Doug in der Daemmerung auf einmal auftauchen sahen. Der verschleppt uns bestimmt gleich!!! Hilfe! Egal, wir waren eh total fertig. Er haette uns sonstwohin schaffen koennen.
Wir bauten also nur das Innenzelt in einer Art alten Huette auf und fielen in unseren Schlafsaecke sofort in einen komatoesen Schlaf.
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