Oooooh, was war das fuer eine Busreise von La Paz in den Sueden von Bolivien nach Uyuni? Die gesamten 12 Stunden der Nachtfahrt hatten wir kein Auge zu gemacht. Zuerst, weil wir noch gar nicht muede waren und ab der Haelfte der Strecke dann eine Strasse, welche eigentlich mal Waschbrett werden wollte. Deshalb hatten die heranstuermenden Reiseagenturen beim Verlassen unseres Busses am Morgen in Uyuni gaaaanz schlechte Karten. Und die allerbesten Jeeps hatten sie ja eh alle durch die Bank weg. Was schert mich…erst einmal Kaffee & Fruehstueck. Danach koennen wir Entscheidungen treffen.
Als wir wieder etwas klarer denken konnten, ging es dann zum Tour-Shoppen incl. “harter” Verhandlungen. Letztendlich haben wir uns fuer einen ganz ueberzeugenden und nicht so aufdringlichen Herren entschieden. Jack und Jake sollten ihre Schlafsaecke erhalten, ein englischsprachiger Guide sollte auch an Bord sein sowie warmes Wasser in den Herbergen. Na, das hoerte sich doch praechtig an. Einen tollen Jeep hatten sie auch.
Als erstes ging es zum Bahnfriedhof von Uyuni mit jeder Menge ausrangierten, verrosteten Dampfloks und Wagons. Ein paar Fotos hier und ab ging es zum eigentlichen Highlight des Tages: dem Salzsee im Westen von Uyuni. Groesster Salzsee der Welt auf einer Hoehe von ca. 3600m. Die Reflexion des Sonnenlichtes durch die Salzoberflaeche kam mir aehnlich grell wie bei Schnee vor. Sonnenbrille ist hier Pflicht. Selbst bei 35 Grad Celsius faengt man hier aufgrund der extremen Trockenheit nicht an zu schwitzen. Wolken zucht man hier am Himmel vergebens. Aber es ist auch so imposant zu sehen, wie grossflaechig dieser “See” ist. Wie am Horizont Berge anfangen zu flirren und sogar deren Kanten nicht mal mehr den Boden zu beruehren schienen…als wuerden sie schweben…schoene optische Taeuschung.
Und dann befindet sich da mitten in dieser Wueste eine Insel, voll mit Kakteen…bis zu 20m hoch! Die Incahuasi – Haus des Inca. Von diesem kleinen Huegel aus, hat man einen wunderbaren Blick ueber den gesamten Salar und in einiger Entfernung seinen angrenzenden Bergketten drumherum. Diese Salzwueste sollte dann auch nach dem Mittagessen die Szenerie fuer unsere Spassfotos werden. Da wird halt schon einmal ein Liliputaner von einem Riesen weggepustet oder aber auch samt Klamotten verschlungen…so erscheint es jedenfalls auf den Fotos. Oder aber die mitgebrachte Wasserflasche wird gar zur uebergrossen Liege, auf der man es sich bequem macht…der Phantasie sind da eigentlich keine Grenzen gesetzt, auf welchem Wege man das menschliche Auge taeuschen moechte.
Am Abend kehrten wir dann in unserer Herberge ein, welche kpl. aus Salz erbaut wurde. An irgendwelchem Mobiliar herumzukosten wuerde ich trotzdem nicht empfehlen. Nach einem langen Tag waren wir dann einfach nur noch froh ueber unser Abendessen, zubereitet durch unsere eigene Koechin Margerita, und dann endlich mal ins Bettchen. Kleiner Wermutstropfen: Ich hatte ordentlich Sonnenbrand im Gesicht! Natuerlich wollte ich mal wieder schneller braun werden, als es der Arzt erlaubt…Vollpfosten!
Aber was ist das denn hier? Jetzt rennen die Kinder der Eigner und deren Freunde lautstark hier im Raum herum…nach fuenf Minuten stand die scheinbar Aelteste von ihnen mit offenen Haenden da. Bitte? Niemand von uns hatte nach Eurer “Tanzeinlage” gebeten…aber da wir Gefahr liefen, noch laenger drangsaliert zu werden, gaben wir doch “gerne” etwas. Und Mama und Papa sind im Nebenraum und erzaehlten uns kurz zuvor noch etwas von ihrer Absicht die Qualitaet ihrer Herberge verbessern zu wollen. Na, wir haetten da auch gleich den ersten Verbesserungsvorschlag… ;o)
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