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	<title>Snize Journey</title>
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	<description>Have a snize Journey</description>
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		<title>Die deudsche Exbedidzion gans hooch hinaus</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 19:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[6.088m a.s.l.]]></category>
		<category><![CDATA[Huayna Potosi]]></category>
		<category><![CDATA[Schlagwort hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzum das „Losslassen-Prinzip" hatte mal wieder funktioniert, denn es stellte sich heraus, dass die Mädels, angestochen von ihrer gerade beendeten Abfahrt der Death Road, ganz darauf brannten, das nächste „Abenteuer" einzugehen. Das hieß in diesem Falle „Huayna Potosí". Halt da war doch was!?! Richtig! Da war er wieder, mein 6.088 Meter hoher Berg, welcher wegen der derzeitigen Regensaison ja nicht empfohlen wird. Und hier an diesem Tisch saßen meine gesuchten Kompagnons! Zumal auch noch Felix aus Minga (München) laut Auskunft der Mädels sich auch noch dazugesellen sollte. Sauber...das ist doch mal wieder kein Zufall...so was ist glasklare Führung!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Der Doktor hilft!" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3133877398/der-doktor-hilft.html"><img title="Der Doktor hilft!" src="http://farm4.static.flickr.com/3091/3133877398_e5d2f2a9e6_m.jpg" alt="Der Doktor hilft!" width="240" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Der Doktor hilft!</p></div>
<p>Nach diesem Erlebnis hier habe ich in einem Anflug von Irrwitz mich dazu hinreißen lassen, diesen Artikel, meiner teilweisen Abstammung geschuldet, in sächsisch zu schreiben. Ich hoffe, diesem in Ansetzen gerecht zu werden und entschuldige mich für etwaige sprachliche Unzulänglichkeiten ;o)<br />
Doch zu Beginn wird es eine Zusammenfassung in gewohnt bestem Hochdeutsch geben.</p>
<p>Also, nach dem Titicacasee und einer 4stündigen Fahrt mal wieder zurück nach La Paz &#8211; nein, das ist immer noch nicht die Hauptstadt von Bolivien&#8230;das ist Sucre &#8211; wurde ich in einem kleinen, versteckten und mit allerlei liebevoll handbereiteter italienischer Kulinarien geführten Restaurant doch sogleich mit an den sehr „belebten und stimmungsvollen&#8221; Nachbartisch eingeladen. Während der kleinen Vorstellungsrunde wurde schnell klar, dass hier neben Mike aus Australien/Neuseeland(?) und Milton aus Brasilien zwei aus der Heimat Platz genommen hatten: Stef. und Anja aus Sachsen, welche jedoch seit gut 7 oder 8 Jahren im Vereinigten Königreich ihr täglich Brot verdienen. Nu, isch hier, als Halbblud hier, fühlde misch nadürlisch gleisch gud aufgehob&#8217;n.<br />
Kurzum das „Losslassen-Prinzip&#8221; hatte mal wieder funktioniert, denn es stellte sich heraus, dass die Mädels, angestochen von ihrer gerade beendeten Abfahrt der Death Road, ganz darauf brannten, das nächste „Abenteuer&#8221; einzugehen. Das hieß in diesem Falle „Huayna Potosí&#8221;. Halt da war doch was!?! Richtig! Da war er wieder, mein 6.088 Meter hoher Berg, welcher wegen der derzeitigen Regensaison ja nicht empfohlen wird. Und hier an diesem Tisch saßen meine gesuchten Kompagnons! Zumal auch noch Felix aus Minga (München) laut Auskunft der Mädels sich auch noch dazugesellen sollte. Sauber&#8230;das ist doch mal wieder kein Zufall&#8230;so was ist glasklare Führung!<br />
Ein kleines Problemchen gab&#8217;s da aber noch: es war Montagabend und die Mädels wollten unbedingt erst am Freitag los. Oh nö, ey, dachte ich, dit jeht so nisch, hier! Ick muss meen Zeitplan für Chile einhalten, sonst jeht die Fähre am Ende vom Monat ohne misch nach Patagonien! Aber wie das halt immer so mit Frauen ist&#8230;wenn die sich was in den Kopf gesetzt haben&#8230;tsiss! Da hilft auch kein Betteln und kein Charmebolzolieren.</p>
<dl class="wp-caption alignright" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Huayna Potosí-Team" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3133876194/huayna-potosi-team.html"><img title="Huayna Potosí-Team" src="http://farm4.static.flickr.com/3121/3133876194_9b0de98cac_m.jpg" alt="Huayna Potosí-Team" width="240" height="180" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Huayna Potosí-Team</dd>
</dl>
<p>Nach einer Nacht des „Darüber-Schlafens&#8221; hatte mein Ego ein Einsehen, denn ich brannte zu sehr darauf, diesen 6.000er mit Eisäxten in meinen Händen und Steigeisen unter meinen Füssen zu erstürmen. Zumal Niamh (eines der irischen Mädels) ja mit dem Chan Chani in der Nähe von Arequipa gut vorgelegt hatte. Also haben wir uns noch ein wenig in La Paz akklimatisiert&#8230;mit ein wenig Rum und Zigarre an Miltons Geburtstag.<br />
Nachdem uns der Doktor, unser guter Geist und Chef der Reiseagentur am Vorabend noch beim Besorgen der letzten Utensilien auf La Paz&#8217; Straßenmärkten half, ging&#8217;s dann am Freitagmorgen los auf 4.750 Meter zu seinem Refugio (Hütte). Nachmittags machten wir uns auf zum „Trainigsgelände&#8221;, einer etwa 15-20 Meter hohen Gletscherwand. Tags darauf, am Samstag, machten wir uns zum High Camp auf 5.400 Meter, um dann in der Nacht zum Sonntag den Gipfel zu erklimmen. Geschafft haben wir es&#8230;einfach sieht jedoch eindeutig ganz anders aus. Doch lest mehr im Sachsen-Vers&#8230;</p>
<p>Um mal mid&#8217;m Wördschn „Udensilien&#8221; ufzuräum&#8217;. Wir benödigd&#8217;n noch warme, lange Unterbuchs&#8217;n und woll&#8217;ne Handschuhe zum Drundaschlüpf&#8217;n, nu. Nuu und dorte, uf den Margd, da hat uns der Dogdor nu hald allis g&#8217;zeigd. Darübo hinaus haben doa Felix und isch noch&#8217;n bis&#8217;l Drehl-Mix und &#8216;ne Düde Goka-Blädda frisch von de Muddi um de Egge besorgd.<br />
Un&#8217; bevor&#8217;s dann am Freidoag übahaubd losgeh&#8217;n gonnde, mussd&#8217;ma noche de Ausrüsdung scheck&#8217;n. Un&#8217; da hadde da Saschi doch gleisch wiedoa&#8217;n Böggsch&#8217;n! Nisch&#8217;, dass nischd nur die Halderung&#8217;n doa Schdeigeis&#8217;n an de Schdief&#8217;l nischd verdrauensawegg&#8217;nd woar&#8217;n, neee, och de Farbe had ma widdoa nisch gebassd. Ald-Roseee!?! HALLO, isch hab&#8217; ne apfelsinforb&#8217;ne Hose un&#8217; dazuu noch &#8216;ne rojallblaue Jagge! Des passd doche vorne un&#8217; hind&#8217;n nisch. Um mal zu ssidir&#8217;n hier: „Die Scheise mid da Scheise hier!&#8221;<br />
Egal, Saschi had seine neu&#8217;n Goflach-Schdief&#8217;l per Privadgurier begomm&#8217;n un&#8217; wir gonnd&#8217;n los uf&#8217;n Berg zua Hüdde vom Dogdor uf atemberaub&#8217;nen vierdausensieb&#8217;nhundertfünfz&#8217;sch Medoa. Doch nisch nur de Höhe, sondern och dis Weddoa woar da Gnalla schlechdhin. Denn dord oben am Fürmoamend woar geine einz&#8217;schge Wolge zu erbligg&#8217;n. Nu, un&#8217; des sollde och so bleib&#8217;n&#8230;somid woar&#8217;n de Sorg&#8217;nfald&#8217;n von Felix und mir völlisch nischdisch, denn dis Sonn&#8217;fensder sollte die gans&#8217;n drei Doage am Wochenende off&#8217;n bleib&#8217;n. Nu, Sonn&#8217;kindoa hier!<br />
Nach gulinarisch legg&#8217;ra Schdärgung uf da Hüdde musd&#8217;ma am Nachmiddoag aus eben diesoa schnugg&#8217;ligen und woarm&#8217;n Umgebung raus zum Eisgleddoadrehning mid&#8217;m Dogdor, wie g&#8217;soachd. Aboa so gonnd&#8217;ma uns eben an de Schdeigeis&#8217;n un&#8217; de Eisäxde un&#8217; Gleddoan allgemein in diesoa Höhe g&#8217;wöhn&#8217;n.<br />
Nach erfolgreischa Beendigung un&#8217; Rüggehr zua Hüdde, goab&#8217;s dann am Abend noch Gleddoag&#8217;schischd&#8217;n aus da Wesd&#8217;ndasche vom Dogdor für alle und Insdrukzion&#8217;n zum Dema Sischerungs- un&#8217; Seildeschnig vom Dogdor für&#8217;n Felix un&#8217; misch vor&#8217;m Feuerpladz&#8217;l. Zumindesd für misch woar des neu, da Felix hadde joa schon in Münsch&#8217;n mid seim Übungsleidoaschein beim Deudsch&#8217;n Alb&#8217;nverein ord&#8217;ndlisch vorgelegd hier.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Refugio Huayna Potosí" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3133054097/refugio-huayna-potosi.html"><img title="Refugio Huayna Potosí" src="http://farm4.static.flickr.com/3248/3133054097_5535140346_m.jpg" alt="Refugio Huayna Potosí" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Refugio Huayna Potosí</p></div>
<p>Am Samsdoag, es is Nigolausdoag, verlies&#8217;n woa de Hüdde dann am Middoag mid glein&#8217; Gescheng&#8217;n in uns&#8217;rin Schuh&#8217;n (wes immoa noch nisch so rischdisch wer&#8217;s nu woar&#8230;Schdef. oda de Anja&#8230;donge trotzdem!), mid Rolling Schdons-Musig und mid&#8217;n Word&#8217;n des Dogdors im Ohr „You have one problem&#8230;here in the mountains you are still belonging to me&#8230;to the crazy doctor!&#8221; Noa Brosd!<br />
De Glamodd&#8217;n woar&#8217;n g&#8217;baggd un&#8217; s&#8217;gonnde &#8216;nuf zum Hei Cämb uf fünfdausendvier&#8217;nad Meda gehen&#8230;hinwesch üboa&#8217;n poar Gleddoapassag&#8217;n, wo selbsd de Mädels schdrahld&#8217;n, nu, Anja?! Noach 3 Schdund&#8217;n woar&#8217;n ma doann da ob&#8217;n an uns&#8217;ra Bleschhüdde mid luchsuriösesd&#8217;n seschz&#8217;n Guadroadmeda für sechs Person&#8217;n und vier Bergführoa angegomm&#8217;n. Guschlisch de Moadraz&#8217;n dorte! Nu woar&#8217;s zwoar ersd siebz&#8217;n Uhr, aboa viel mehr als Fettbemm&#8217;n einpfeif&#8217;n, bis&#8217;l woas dring&#8217;n und doann schnubb&#8217;ln bis Middanoacht schdand eh nisch mehr uf&#8217;n Plan. Aboa, isch soage Dir Dou, leg Disch moal am schbäd&#8217;n Noachmiddoag schlafen. Dis gehd goar nisch! Zwei von den sechs Schdund&#8217;n hab&#8217;sch vielleischd g&#8217;schloafen und den Resd Musig g&#8217;hörd oder drauss&#8217;n undoa schdernengloarem Himm&#8217;l und wunderschö&#8217;m Moond mir uf&#8217;n Blumsglo den Zibf&#8217;l abfrier&#8217;n. Irg&#8217;ndwoo doa und&#8217;n hab&#8217;sch och ne Illuminazion geseh&#8217;n&#8230;muss wohl La Bass gewes&#8217;n sein.<br />
Doa Sonndoag brischd an, die eig&#8217;ne Gondizion auf diesoa Aldurra passd noch erschdaunlisch gud&#8230;geine Anzeisch&#8217;n von Höh&#8217;ngrankheid. Schnell in de Glamodd&#8217;n, oh Zwieb&#8217;lschischd&#8217;n genoannd, gehuschd, noch gurz woas in de Gauleisde gepressd und mid Liquid&#8217;m rundoageschschpüld. Was willsd&#8217;n moach&#8217;n wenn zack zack geh&#8217;n muss? Nu!<br />
Lorenzo, unsoa Geid, Schdef. und isch moachd&#8217;n den Anfang. Schnell waren dursch&#8217;n Zwieb&#8217;lschischd&#8217;nabbauprogramm och meene Anlaufschwierischgeid&#8217;n gelösd. Nach circa zwei, drei Schdund&#8217;n zog Schdef. aufgrund ihroa Beinbeschwerd&#8217;n ein&#8217; Abbruch mehr und mehr in Bedroachd. Sie wollde noch de Morgendämmerung für schöne Fotos abward&#8217;n und dann umgehr&#8217;n. Och bei mir hadd&#8217;n die schdedigen Baus&#8217;n ihre Schbur&#8217;n hindalass&#8217;n&#8230;an Laufrüdmus woar goar nisch zu deng&#8217;n. Dis woar aboa nur de füsische Seide bei uns beed&#8217;n. Dursch dis Lauf&#8217;n oam Hoang un&#8217; in doa Dung&#8217;lheid und nisch rischdisch wis&#8217;n wo man is, was noch gommd, had dis Gemüd gans schön zu gämpf&#8217;n. Wegsd andauand ab, ob&#8217;s noch weidoagehd odoa nisch. Zumal die beed&#8217;n in doa Noachd schimmand&#8217;n Bergrügg&#8217;n üboa uns, misch an mee&#8217;m Duschhaldevermög&#8217;n noch mehr zweif&#8217;ln lies&#8217;n. Vadraun&#8217;d un&#8217; hoff&#8217;nd uf mein Bauchgefühl, dass mit doar anbreschend&#8217;n Morgensonne aoch bei uns sich noch was Energedisches rühr&#8217;n gönnde, versuchde isch Schdef. zu modivier&#8217;n, noch bis dahin durschzuhald&#8217;n&#8230;dann seh&#8217;moa weidoa. Denn immahin hab&#8217;sch uf&#8217;n Nors Gooasd Drehl in Ganada fesdgeschdeld, dass zuersd der Geisd, der Wille schlappmachd, obwohl doa Görpa noch longe nisch am Ende is. Schdischword: Innara Schweinehund!<br />
Morgendämmerung! Un&#8217; verkühldis Läscheln moachde sisch uf uns&#8217;rin Libb&#8217;n breid un&#8217; lies uns die gomm&#8217;nden zwei Schdund&#8217;n bis zum Gibf&#8217;l durschhald&#8217;n.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Sonnenaufgang@Huayna Potosí" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3133058673/sonnenaufganghuayna-potosi.html"><img title="Sonnenaufgang@Huayna Potosí" src="http://farm4.static.flickr.com/3125/3133058673_413bf58a3d_m.jpg" alt="Sonnenaufgang@Huayna Potosí" width="240" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenaufgang@Huayna Potosí</p></div>
<p>Endschburd! Vielleischd nur noch hundad Höh&#8217;nmeda un&#8217;wir sind doa. Einfach nur noch Lof&#8217;n, Saschi! Dann wirs&#8217;de irg&#8217;ndwann angomm&#8217;n. Oh ne, was&#8217;n des?!? Ein suboa-schmoala, schdeiloa Groad uf&#8217;n lezd&#8217;n fünz&#8217;sch Höh&#8217;nmeda! Meine Höh&#8217;nangsd lässd grüss&#8217;n un&#8217; lässd sogleisch meine Beine schdeif wird&#8217;n. Isch würd&#8217; am liebsd&#8217;n hochgrabb&#8217;ln, wie damals uf&#8217;n Dresd&#8217;na Fernsehdurm uf&#8217;n Weg zu&#8217;n Doledd&#8217;n. Umkehr&#8217;n is och nisch, denn der Bligg den Groad hinundoa is noch schlimmoa&#8230;ans Rundoalof&#8217;n möschd&#8217;sch ehrlisch gesaoagd noch goar nisch deng&#8217;n. Einen Fuss vor&#8217;n andoan, Saschi! Cumbre &#8211; Summit &#8211; Gipfel: 6.088 Meda! Geschaffd!<br />
Doch bei all den Schdrabaz&#8217;n un&#8217; der Realisierung, dass wir in uns&#8217;rem angeschlag&#8217;nen Zuschdand all das auch wiedoa rundoamüss&#8217;n, isd an Glüggsgefühle hier ob&#8217;n nisch zu deng&#8217;n. Kein Rausch, kein gar nichs! Einfach nur noch&#8217;n boar Bildoa von doa wirglisch grandios&#8217;n Aussischd mach&#8217;n&#8230;och mid&#8217;oa vom Dogdor gelieh&#8217;nen Deudschlandfahne und dann rundoa zum Hei Cämb! Nach&#8217;m Fodo mid&#8217;n Einz&#8217;lbuchsdab&#8217;n vom Word „A-L-E-M-A-N-I-A&#8221; uf uns&#8217;ren Arschbagg&#8217;n war uns eh nisch mehr. Zumal Anja un&#8217; Felix noch nisch am Gipf&#8217;l woar&#8217;n. Die draf&#8217;n wir dann uf&#8217;n Abschdieg&#8230;beide ebenso mid &#8216;nem ordendlisch&#8217;n Grinsen im Gesischd.<br />
Beim Abschdieg schdieg&#8217;n in uns mehr un&#8217; mehr die Wünsche nach Energie, Ess&#8217;n, Dring&#8217;n, Ruhe, Lieg&#8217;n, Dung&#8217;lheid, Schlaf und bei mir noch einer Familienpaggung Aspirin uf.<br />
Im Hei Cämb angegomm&#8217;n gonnd&#8217;n moa noch &#8216;ne gurze Schdunde in uns&#8217;ren Schlafsägg&#8217;n ausruh&#8217;n, bevor&#8217;s wiedoa geschloss&#8217;n weidoa gen Hüdde ging. Isch persönlisch weiss nisch wie, aber wir sind und&#8217;n angegomm&#8217;n&#8230;Chapeaux, mein Freund, mein Görboa!<br />
Der Dogdor had uns in freudiga Erwardung empfang&#8217;n&#8230;Umarmung, Erfolgsberischd abgegeben und dann ab zur Subb&#8217;nausgabe und wiedoa zurück in die Sonne zum Aufwärmen. Nie wiedoa werd&#8217;sch so was moch&#8217;n!</p>
<p>Bayrisches Resumee: „Joa, woas sogd denn da Messner Reinhold dazu?&#8221;</p>
<p>Der wüed&#8217; wahrscheinlich üba soan Schmoarn, üba soan Massentourismus in doa scheen&#8217; Bergwoit  kreizdeifiwuid wer&#8217;n&#8230;</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Stef. &amp; icke@Huayna Potosí, 6.088m a.s.l." href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3133882082/stef-ickehuayna-potosi-6088m-asl.html"><img title="Stef. &amp; icke@Huayna Potosí, 6.088m a.s.l." src="http://farm4.static.flickr.com/3244/3133882082_70ce17e7bf_m.jpg" alt="Stef. &amp; icke@Huayna Potosí, 6.088m a.s.l." width="240" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Stef. &amp; icke@Huayna Potosí, 6.088m a.s.l.</p></div>
<p>&#8230;ehrlich gesagt ist&#8217;s mir egal! Ich weiß, dass es Massentourismus ist. Ich weiß, dass ich mich hab&#8217; den Berg hochschleifen lassen. Ich bislang zwar ein wenig Kletter-, aber keinerlei Seil- und Sicherungstechniken beherrsche. Nur an dem Punkt, wo Sauerstoffgerätschaften zum Einsatz kommen, bin ich auch der Meinung, dass hier für den ungeübten Klettertouristen Schluss sein sollte. Dahingehend bin ich mit dem Messner Reinhold da cor: Nur geübte und erfahrenere Kletterer und Bergsteiger sollten sich in noch größeren Höhen aufhalten.</p>
<p>Und was mein „Nie wieder&#8221; anbelangt&#8230;da bin ich nicht anders als andere&#8230;ein wenig stetiges Streben nach dem Mehr. Ich verspreche und gelobe jedoch, dass ich dann besser vorbereitet und technisch fähiger bin. Denn dafür übt die Bergwelt für mich einen zu großen Reiz aus.</p>
<p>6.088 Meter über Normalnull&#8230;Wahnsinn!</p>
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	<georss:point>-16.2666664 -68.1833344</georss:point>	</item>
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		<title>Hellere Aussichten am Titicacasee</title>
		<link>http://snize.de/blog/2008/11/hellere-aussichten-am-titicacasee/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 08:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Puno]]></category>
		<category><![CDATA[Titicacasee]]></category>

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		<description><![CDATA[In aller Früh' (6:45 Uhr) ging's heute Morgen für einen Tagesausflug ab zum Hafen von Puno, um die schwimmenden Schilfrohrinseln der Uros auf der peruanischen Seite des Titicacasees und darüber hinaus noch die strickenden Männer auf der Insel Taquile zu sehen. Na, und der Titicacasee ist einfach nur schön. Stellt doch sein strahlend blaues, glasklare Wasser als Wärmespeicher der Region auch die Möglichkeit in dieser Höhe bereit, Gemüse anbauen zu können und somit den Einwohnern u. a. die tägliche Nahrung zu sichern. Dazu noch die satte Farbenpracht der Natur auf den Inseln. Wow!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Insel Taquile im Titicacasee" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3079522430/img_4021.html"><img title="Insel Taquile im Titicacasee" src="http://farm4.static.flickr.com/3045/3079522430_977c22a4ca_m.jpg" alt="Insel Taquile im Titicacasee" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Insel Taquile im Titicacasee</p></div>
<p>In aller Früh&#8217; (6:45 Uhr) ging&#8217;s heute Morgen für einen Tagesausflug ab zum Hafen von Puno, um die schwimmenden Schilfrohrinseln der Uros auf der peruanischen Seite des Titicacasees und darüber hinaus noch die strickenden Männer auf der Insel Taquile zu sehen. Sehr beeindruckend, wie die Menschen hier im Altiplano (Andenhochland) auf 3.800m mit Ihrem täglichen Leben unter einfachsten Verhältnissen zurechtkommen&#8230;selten Warmwasser, selten Strom und die Oma sitzt auch noch strickend am Wegesrand. Und bei all dieser Einfachheit fallen mir doch stetig die wunderschönen Farben Ihrer Kleider auf&#8230;so bringt man halt auch ein wenig Farbe ins Leben. Und unsere Mitbringsel in Form von Malheften für die Kinder oder Früchte im Allgemeinen etc. wurden gern genommen. Na, und der Titicacasee ist einfach nur schön. Stellt doch sein strahlend blaues, glasklare Wasser als Wärmespeicher der Region auch die Möglichkeit in dieser Höhe bereit, Gemüse anbauen zu können und somit den Einwohnern u. a. die tägliche Nahrung zu sichern. Dazu noch die satte Farbenpracht der Natur auf den Inseln. Wow!</p>
<p>Aufgepasst Männer, hier oben läuft&#8217;s jedoch anders als im 6 Stunden entfernten Cobanaconde, nahe Arequipa: Hier wird Monogamie gaaaanz groß geschrieben! Und solltet Ihr doch erwischt werden, dann geht&#8217;s raus zur Mitte des arschkalten Titicacasees und Ihr werdet dort ausgesetzt. Sprich, Ihr habt die Chance nach daheim zu schwimmen&#8230;bei den jedoch mindestens 30 anstehenden langen Kilometern hat das dem Hörensagen nach noch keiner überlebt ;o) Quintessenz: Schön den Zipfel daheim lassen!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Farbenfest auf den schwimmenden Inseln" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3078686737/img_3958.html"><img title="Farbenfest auf den schwimmenden Inseln" src="http://farm4.static.flickr.com/3247/3078686737_a52dfdff2b_m.jpg" alt="Farbenfest auf den schwimmenden Inseln" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Farbenfest auf den schwimmenden Inseln</p></div>
<p>Anmerken muss ich bei all den Erlebnissen dennoch, dass mich halt immer noch meine Kleinstrückschläge plagen&#8230;kein Singletrail in La Paz, keine Besteigung eines 6.000ers, keine lust&#8217;gen Fotos auf dem Salzsee mehr und eben auch der Besuch des neuen Paranal-Observatoriums im Norden Chiles fällt flach. Dazu noch der Fakt, seit Wochen schon nur von  trockener Erde, Sand, Gestein umgeben zu sein&#8230;bis auf ein paar Ausnahmen kein wirklich dauerhaft sattes Grün. Ich spüre, dass mir nicht mehr wirklich nach endlosen, trockenen Weiten in Peru oder Bolivien und eben auch dem Titicacasee ist. Ich möchte raus hier&#8230;zeitnah!<br />
Wenigstens hat meine Reservierung für die 3-Tagesfährfahrt von Puerto Montt nach Puerto Natales funktioniert. Wenigstens etwas hier. Über Silvester geht&#8217;s also mit dem Schiff von Chiles Nordteil Patagoniens vorbei an Gletschern und Fjorden zum Südzipfel von Südamerika. Ich möchte nur noch so schnell wie möglich nach Patagonien. Meinem eigentlichen Reiseziel hier in Südamerika&#8230;Grün&#8230;Anmutende Berge&#8230;Grün&#8230;Rauschende Flüsse&#8230;Sattestes Grün! Bin ich schon „(farben-)krank&#8221;?! ;o)<br />
Patagonien! Dieses für mich mittlerweile so mysteriös reiche und machtvolle Wort&#8230;dieser Ort hat sich über die letzten Jahre so in mir verankert und weckt so viele Erwartungen, dass ich hoffe, nicht enttäuscht zu werden. Sollte es wider erwarten doch so kommen, dann hab&#8217; ich mir das selbst eingebrockt. Doch kann und möchte ich diesem in meiner Gedankenwelt gar keinen warmen Platz am Ofen bieten.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Fest in den Strassen von Puno" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3078689053/img_4039.html"><img title="Fest in den Strassen von Puno" src="http://farm4.static.flickr.com/3217/3078689053_605b3a43b7_m.jpg" alt="Fest in den Strassen von Puno" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Fest in den Strassen von Puno</p></div>
<p>Nach dem Titicacasee-Ausflug habe ich in der Fußgängerzone von Puno noch Lynda aus Quebec wiedergetroffen. Ich hatte sie am Tage schon auf einem der Ausflugsboote gesehen. Und so beschlossen wir mit einem gemeinsame Abendessen und anschließend spontan arrangiertem Kulturprogramm (farbenfroher Festumzug und Capoeira-Party auf der Strasse) den Tag zu beschliessen.<br />
Von Kindererziehung über ihr Lehrerdasein bis hin zu eigenen Lebensträumen und -Vorstellungen war irgendwie alles dabei&#8230;wir hätten wohl ewig weiterschwätzen können.<br />
Doch eine nette, recht simple, von ihr geschilderte Perspektive, welche ich in abgewandelter Form schon vor meiner Abreise gelesen hatte, ließ mich mit einem kleinen, zufriedenen Schmunzeln auf meinen Lippen an diesem Abend einschlafen:<br />
Demnach gibt es im Leben eine Beziehung zwischen Liebe und Angst. Gewinnt die Angst die Oberhand, so wirst Du in Deinem Sein und Tun gebremst. Die Liebe hingegen befähigt Dich&#8230;treibt Dich u. a. mittels Leidenschaft in jeder Situation Deines Seins und Tuns. Und wenn wir nun ein wenig darauf achten, in uns hineinhorchen, woher oder warum in einer jedweden Situation die Befürchtung in uns aufsteigt, dann haben wir den ersten Schritt getan. Und ich denke, dass u. a. an dieser Stelle der Weg zu einem etwas „bewußteren&#8221; Leben anfängen kann.<br />
Und es war so schön zu sehen, wie Lynda gestrahlt hat. Mit welcher Begeisterung sie von sich und ihrem Tun, ihren Ansichten gesprochen hat. Ansteckend! Und das ohne irgendeine Religion&#8230;sie hat sich Ihren Lebensleitpfaden oder vielleicht auch Ihr Lebenshandbuch, wie immer man es nennen möchte, selbst erstellt.<br />
Für mich gilt es dann also u. a. herauszufinden, wo die Angst bei meinen jeweiligen „Baustellen&#8221; ihren Ursprung hat. Wo ist der Quell, der mich hier und da noch hadern lässt?</p>
<p>Schade, dass sie weiter gen Norden geht. Aber der Kontakt nach Quebec steht ja mittels elektronischer Post&#8230;</p>
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		<title>Von Pferdeäpfeln und anderen Kulinarien</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 08:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Arequipa]]></category>
		<category><![CDATA[Colca Canyon]]></category>

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		<description><![CDATA[Arequipa, aufgrund der hellen Gebäude sowie der hellhäutigen Einwohner, auch die weisse Stadt genannt, ist neben Cusco ein weiteres kulturelles Zentrum Perus. Der Hauptplatz im Zentrum der Stadt, in jeder zweiten südamerikanischen Stadt auch „Plaza de Armas" genannt, ist wohl einer der schönsten auf dem Kontinent. Für mich jedoch viel entscheidender: Arequipa ist darüber hinaus auch kulinarischer Schmelztiegel des Landes...yummy yummy!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Kathedrale von Arequipa" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3075969535/img_3735.html"><img title="Kathedrale von Arequipa" src="http://farm4.static.flickr.com/3062/3075969535_fb3f8f8de9_m.jpg" alt="Kathedrale von Arequipa" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Kathedrale von Arequipa</p></div>
<p>Von Mancora nach Lima in 18 Stunden und von Lima nach Arequipa in 14 Stunden via Bus ca. 1.700 km entlang der Pazifikküste von Peru&#8230;und schon war ich innerhalb von zwei Tagen aus dem Norden Perus in den äußersten Süden des Landes gereist. Ich brauche endlich wieder ein normales Bett&#8217;sche!!!<br />
Nach all dem Hin- und Hergereise mit Jack und meinen irischen Mädels, welche gen Ecuador und Kolumbien aufbrachen, möchte ich nun endlich wieder meine ursprünglich geplante Route aufnehmen&#8230;gen Süden, die Anden entlang, bis hinunter nach Feuerland.<br />
Arequipa, aufgrund der hellen Gebäude sowie der hellhäutigen Einwohner, auch die weisse Stadt genannt, ist neben Cusco ein weiteres kulturelles Zentrum Perus. Der Hauptplatz im Zentrum der Stadt, in jeder zweiten südamerikanischen Stadt auch „Plaza de Armas&#8221; genannt, ist wohl einer der schönsten auf dem Kontinent. Vor allem wenn selbst zu später Stund&#8217; um die geometrischen Begrünungen herum noch reges Treiben herrscht. Wenn junge peruanische Pärchen turtelnd auf den Treppenstufen der Kathedrale sitzen oder Eltern auf den Bänken sitzend ihren Kindern beim Fangespielen zuschauen.<br />
Für mich jedoch viel entscheidender: Arequipa ist darüber hinaus auch kulinarischer Schmelztiegel des Landes&#8230;yummy yummy! Nachdem ich also mein Armband zur Reparatur gegeben, mir ein original gelbes Inka Cola-Shirt gekauft und für den kommenden Tag meinen 3-Tages-Colca Canyon-Trip gebucht hatte, beschloss ich den ersten Tag mit einem Chicken-Döner beim Türken&#8230;ordentlich mit Knobi und Salsa Picante. Ich habe selten einen so guten Döner* ausserhalb der Stadtmauern Berlins und dessen brandenburger Umland gegessen&#8230;wow!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Inca Col(c)a Canyon" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3076786934/img_3367.html"><img title="Inca Col(c)a Canyon" src="http://farm4.static.flickr.com/3047/3076786934_2a1147b400_m.jpg" alt="Inca Col(c)a Canyon" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Inca Col(c)a Canyon</p></div>
<p>Nach einer sehr kurzen Nacht ging es dann um 4:30 Uhr auf in den Colca Canyon. Dem weltweit zweittiefsten Canyon, welcher aber mit dem dagegen zierlich wirkenden Grand Canyon rein optisch nicht mithalten kann&#8230;Dank an Anja&#8217;s Beweisfotos. Dennoch waren die drei Tage für uns alle sehr eindrucksvoll und auch sehr unterhaltsam. Nicht zuletzt aufgrund unserer beiden tollen Führer Carlos &amp; Carlitos (Karl &amp; Karlchen), die uns das abgeschiedene Leben der Menschen im Canyon und auch die Natur eindrucksvoll näherbrachten. An dieser Stelle versprach der Slogan der Agentur nicht zuviel: „We go the extra mile&#8221; (ugspr.: Wir bieten Ihnen mehr als Standard). Selbst wie Kriegsbemalungen hergestellt oder Textilien aus Kakteen-Samensprossen gefärbt werden können, zeigte uns Carlitos.<br />
Nachdem wir am ersten Tag über einen langen (Hin-)Ab- und Aufstieg in einem Dorf übernachteten, folgte am zweiten Tag dann der Abstieg zur Lagune mit eigenem Pool. Irgendwie schon dekadent, aber nach all dem Gewandere im Staub und der Hitze war es dann doch eine willkommene, aber schon irgendwie bizarre Belohnung zur Mittagszeit. Um uns herum überall sattes Grün und an den steil aufragenden Hängen herniederrinnende kleine Wasserläufe. Schaute man jedoch 50 Meter höher so konnte das Auge nichts anderes als gelb-graues Gestein und Staub erblicken.<br />
Von Carlos &amp; Carlitos kulinarisch wohl gestärkt setzte sich die gut 20köpfige Karavane in Bewegung. Galt es doch nun für uns all die Höhenmeter, die wir am ersten Tag und am Vormittag zurückgelegt hatten, auch wieder zu erklimmen. In Zahlen ausgedrückt: Von 2.100m zurück auf 3.300m aufsteigen. Die Unterhaltungen beim Aufstieg mit den immer mal wieder wechselnden Weggefährten innerhalb der Gruppe entschädigten dann doch. Selbst der Duft der „Pferdeäpfel&#8221;, mit welchen die Mulies und Esel den Pfad regelrecht zupflastern, wusste mir auf eine angenehme und vertraute Art und Weise zu imponieren. „Aha, Herr Nitze&#8221;, dachte ich, „ist&#8217;s schon soweit?!&#8221; Da kann ja Winona (&#8220;IM Mathe&#8221;) gleich mal den Papa (derzeitig „Matt Schwarz&#8221;) beauftragen, für die Zeit nach meiner Heimkehr den Kaninchenkäfig zu erweitern, sodass ich dort dann schlafen und von meiner Nichte entspr. gefüttert werden kann. Hoffe nur, sie macht das dann regelmässiger als mit ihren Kaninchen&#8230;so nach dem Motto: „Vergiß&#8217; mein nicht!&#8221; ;o)<br />
Nach dem Planschen in den heißen Quellen am dritten Tag erfüllte mir Carlitos auf der Rücktour nach Arequipa noch den Wunsch einen wunderschön anmutenden weiß-grauen Adler auf meine Schultern nehmen zu können. Hatte ich doch am Morgen des ersten Tages am Kondor-Aussichtspunkt einen höllischen Schreckzustand beim Blick durch meine Zoom-Linse erlitten. Bei der Vergabe von Schönheit im göttlichen Endausscheid müssen die Kondore geschlafen haben, anders ist dieses hängende Etwas in ihrem Gesicht nicht zu erklären.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Fly eagle, fly!" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3075970713/img_3652.html"><img title="Fly eagle, fly!" src="http://farm4.static.flickr.com/3250/3075970713_1f443bd780_m.jpg" alt="Fly eagle, fly!" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Fly eagle, fly!</p></div>
<p>In den Tagen danach erkundete und genoss ich noch Arequipa und versuchte schon einmal vorab verschiedene Aktivitäten für die kommenden Tage und Wochen zu planen. Doch nichts schien richtig zu gelingen, nichts zu passen. Weder die Besteigung eines 6.000er Berges hier in Arequipa oder in La Paz (Bolivien), wohin ich als nächtes reisen würde, wollte aufgrund von geringer Nachfrage oder derzeitiger Regensaison funktionieren. Würde doch Niamh (eines der irischen Mädels) alleinig auf einem 6.000er gestanden haben. Noch eine abermalige Mountainbike-Tour (Singletrail) in La Paz oder eine Rückkehr zum purpur-weissen Salzsee von Uyuni schien logistisch oder zeitlich machbar. Somit verlasse ich Arequipa mit einem etwas geknickten Gefühl und mache mich auf die nächste Etappe über den Titicacasee nach La Paz. Echt oll! Da kann ich ja gleich weiter nach Chile fahren.</p>
<p>_</p>
<p>* Zur Erinnerung an alle Münchener: Was auch immer es war, das Ihr letzte Woche unter dem Namen „Döner&#8221; gegessen habt, glaubt mir, es war KEIN Döner! „Es gibt keinen Döner in München!&#8221; Pilgert in die heilige Dönerhauptstadt Berlin und lasst Euch bekehren.</p>
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		<title>Blogpirat</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 07:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen wunderschönen guten Morgen, Freunde des humorvollen Reiseberichtes. Heute ist Dienstag, der 28.04.2009. Wie Ihr sicher schon bemerkt habt, gab es eine geringfügige Verzögerung, was die Aktualisierung dieses überaus brillianten Blogs betrifft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen wunderschönen guten Morgen, Freunde des humorvollen Reiseberichtes. Heute ist Dienstag, der 28.04.2009. Wie Ihr sicher schon bemerkt habt, gab es eine geringfügige Verzögerung, was die Aktualisierung dieses überaus brillianten Blogs betrifft. Das wird nun ein Ende haben. Denn ich, Matt Schwarz, werde dafür sorgen, dass Ihr wieder was zu lesen habt. Ich werde Euch solange mit meinem Stammtischphilosophenmüll auf den Keks gehen, bis das liebe Saschilein völlig entnervt wieder anfängt zu schreiben.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="198" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3502258045/198.html"><img title="Das Leben ist schön!" src="http://farm4.static.flickr.com/3647/3502258045_8c9774fff1_m.jpg" alt="198" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Das Leben ist schön!</p></div>
<p>Es ist schon erstaunlich, wie ein Analogmensch wie ich es geschafft hat diese heiligen Seiten zu entern&#8230;egal ich bin drin und die Welt steht offen für all mein dusseliges Gelaber, das kein Mensch hören möchte. Mir doch EGAL. Das ist meine Chance. Nun, da ich hier ja einen Reiseblog geentert habe, sollte ich vielleicht auch über eine Reise schreiben. Meine Reise. Naja, es war wohl mehr ein Ausflug. Es ging nämlich nur in die Dolomiten und es waren auch nur 7 Tage. Und wir (mein Kumpel Christel und ich) haben im Hotel gepennt. Im Vergleich zum Sascha ein echter Fliegenschiss&#8230;ich geb&#8217;s ja zu. Schön war&#8217;s trotzdem. Obwohl die Reiseplanung unter denkbar schlechten Vorzeichen anlief. Aufgrund meiner altersbedingten, körperlichen Gebrechen (die Knie-OP steht im Juli schon an) und weil ich wegen meines höchst anstrengenden Schülerdaseins auf festgelegte Ferien angewiesen bin (jaaa&#8230;ein wenig Mitgefühl darf ich da schon erwarten), musste es also die erste Osterferienwoche sein. Ich wollte schließlich Ostern mit meiner Familie verbringen. Da saßen nun die beiden Analogen am 27.03.09 vor dem weltweiten Netz und wunderten sich über die italienischen Wintertemperaturen. Selbst auf Sizilien sollen in drei Tagen noch 5 Grad nasse die Nacht verschönern. Plus eine Tageshöchsttemperatur von unglaublichen 11 Grad plus. Da macht Motorrad fahren Spaß.</p>
<p>Na denn, Wetter beobachten und spontan entscheiden. Um ehrlich zu sein ist mir das Wetterglück, das mir auf Touren mit dem Christel bisher zuteil wurde langsam unheimlich. Auch diesmal gab es eine rasante Verbesserung der europäischen Großwetterlage mit einem Azorenhoch und&#8230;das führt zu weit. Kurzum, da haben &#8216;ne Menge Leute wochenlang immer fein aufgegessen. Wir konnten also eine Woche später die Guzzis beladen und bei herrlichstem Sonnenschein am 04.04. um 7.30 Uhr nach Italien aufbrechen. Bis Garmisch war die Anfahrt recht unspektakulär. Es heißt ja nicht umsonst AUTObahn. Aber dann: Alte Brenner Pass-Straße, Landstraße bis Bozen und die erste Kapuze geschlürft. Und gleich noch eine hinterher&#8230;das Leben ist schön!!! Dann aber weiter, es ist schon Sechse und es warten noch ein paar Höhenmeter. Nigerpass, Karerpass, und müde. Es dunkelt und in Welschnoven begrüßt uns ein Schild „ HOTEL TYROL&#8221;&#8230;.und noch eins „Biker&#8217;s Welcome&#8221;. Nix wie rein. Freunde, das Glück reißt nicht ab. Doppelzimmer mit Frühstück für 34 Euronen die Nacht, da kann man nicht mäkeln. Klamotten auf&#8217;s Zimmer, &#8216;nen Troppen Wasser ins Gesicht und schön essen. Hier kocht der Chef noch selbst&#8230;und wie! Sagenhaft, was der Diego am Herd so zaubert. Ich bin selten so begeistert wenn ich für Essen mein sauer verdientes Geld über&#8217;n Thresen schieben muss, aber die Carbonara-Spaghetten sind echt der Hammer. Um&#8217;s kurz zu machen: Wir wollten eigentlich weiter nach Süden, sind aber an einem Nudelberg gescheitert. Was soll&#8217;s, das Aprilwetter war Maiwetter und überall wo Ski-Touris auf Berge pilgern, da sind auch die Pässe frei. Falzarego, Pordoi, Passo Rolle, Campolongo, Grödner Joch, Cortina d&#8217; Ampezzo&#8230;Kilometer für Kilometer eine Offenbarung, literweise Cappucino, Tonnen von warmem Apfelstrudel und am Abend lecker Nudeln vom Meister &#8230;Tage des Glücks.</p>
<p>Sonntag   05.04. &#8211; 350 km</p>
<p>Montag    06.04. &#8211; 350 km</p>
<p>Dienstag  07.04. &#8211; 300km</p>
<p>Mittwoch 08.04. &#8211; Kultur&#8230;</p>
<p>&#8230;ja richtig, Kultur. Man kann ja nicht nach Bozen fahren und dann den Ötzi nicht besuchen. Sehr informative Sache so ein Museumsbesuch, zumal auch gerade eine Sonderausstellung mit Mumien aus aller Welt lief. Ägypten, Südamerika, Asien, mumifizierte Moorleichen aus Europa, das volle Programm. Da hätt&#8217; sich der olle Kahlebutz auch ganz gut gemacht. Ich weiß, klingt etwas morbide, wenn man so von Leichen schwärmt, aber es war wirklich interessant. Danach gab&#8217;s lecker Eis und &#8216;ne Kapuze &#8211; was sonst?!</p>
<p>Attenzione! Attenzione! Macht &#8216;nen Bogen um das Dom-Café&#8230;die bescheissen. Der einfache Cappuccino 2,50 EUR&#8230;das ist Nepp!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Blick von Sigmundskron" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3502803524/blick-von-sigmundskron.html"><img title="Blick von Sigmundskron" src="http://farm4.static.flickr.com/3352/3502803524_b26d719143_m.jpg" alt="Blick von Sigmundskron" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Blick von Sigmundskron</p></div>
<p>Und dann raus aus dem mondänen Bozen, zum Messner Reinhold auf Sigmundskron. Da hat der nämlich sein MMM (Messner-Mountain-Museum). Selbst wer sich nicht wirklich für Bergsteigerei interessiert, sollte sich den Besuch dieses wirklich schönen Fleckchens Erde nicht entgehen lassen. Dieses Museum vereint Politik, Umweltschutz, Geschichte und natürlich die Entwicklung der Technik in der Bergsteigerei zu einem sehenswerten Ganzen. Allerdings sollte man sich viel Zeit mitnehmen und ein Minimum an körperlicher Fitness. Denn, wenn man alles gesehen hat, ist man diverse Türme und andere Treppen hoch und runter gelatscht und hat dabei wohl 400 Höhenmeter absolviert. Ganz zu schweigen von den Milliarden Kilometern Wegstrecke. Wie gesagt&#8230;es lohnt sich. Ach ja , es gibt ihn wirklich, Den Messner Reinhold, wir haben ihn gesehen. Bevor wir jedoch die Kameras angekurbelt hatten&#8230;da verschwand er schon wieder in den Weiten seines wirklich schönen Anwesens. Schade&#8230;</p>
<p>Donnerstag 09.04. &#8211; Heute sollte es gemächlicher ablaufen, der erste Fahrriemen hat sich gelegt und die Pässe die wir noch nicht gefahren sind (z.B. Penser Joch) waren noch geschlossen. Wo keine Ski-Touris hinpilgern werden auch die Straßen nicht geräumt. Ein Grund mehr, irgendwann wieder zu kommen. Dann vielleicht im Sommer. Ach ja, gemächlich&#8230;wir wollten also ganz relaxt Weinstraße Richtung Gardasee (da war ich schließlich noch nie), Kapuze schlürfen und wieder zurück. 200 km am Tag sind eigentlich genug. Um&#8217;s kurz zu machen, wir waren in Riva, haben den See nicht gesehen, hatten keinen Cappuccino und abends 420 km auf dem Kilometerzähler. Ein schöner Tag.</p>
<p>Freitag 10.04. &#8211; Der letzte Tag. Ja Freunde, der Urlaub ist fast vorbei. Es gibt noch einiges aufzuarbeiten. Erstens: Einkaufen&#8230;jawohl, am örtlichen Metzger sind wir nicht vorbei gekommen (Schinken, Salami, Kaminwurzen&#8230;herrlich), was ein Glück, dass Zelten abgewählt war&#8230;so viel Platz auf den Guzzis. Zweitens: nicht gemachte Fotos nachholen (ich wollte unbedingt noch die Guzzi vor so &#8216;nem riesigen Holzstapel)&#8230;und Drittens bestand unsere einzige, nicht erlaubte Handlung im wiederholten Übertreten von Geschwindigkeitsbeschränkungen&#8230;das geht so nicht. Also auf zu alten Straßen, verbotenen Wegen. Ich weiß, ich weiß. Total unreif, wie die kleinen Kinder, BLABLABLA. Die alte Eggental-Straße war&#8217;s wert die italienischen Verkehrsregeln etwas zu „dehnen&#8221;, außerdem war der Schlagbaum offen und die Fotos sind auch spitze geworden&#8230;</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Die Göttliche" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3501990523/die-gottliche.html"><img title="Die Göttliche" src="http://farm4.static.flickr.com/3351/3501990523_8b9c0e62c3_m.jpg" alt="Die Göttliche" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Die Göttliche</p></div>
<p>Und nun lasst mich noch einmal kurz das Thema Wetterglück aufgreifen. Das gibt es nicht. Ich bin davon überzeugt, dass es uns (dem Christel und mir) bestimmt ist, auf sonnigen Straßen unserem Hobby zu frönen. Ich habe es gesehen, das wahrhaft Göttliche&#8230;und es ist weiblich!!! Seht selbst.</p>
<p>Die Heimfahrt verlief unspektakulär, wie die Anreise (Autobahn halt). Der Christel war total zickig, weil er nach Hause musste und ich wusste auch nicht so recht. Einerseits wollte ich noch bleiben, auf der anderen Seite war da noch meine kleine Familie, die ich, Weichei das ich bin, echt vermisste. Alles in allem war&#8217;s &#8216;ne geile Zeit&#8230;Rock&#8217;n'Roll , euer Blockpirat Matt Schwarz.</p>
<p>So Leute, 09.45 Uhr und der Sascha pennt immer noch. Aber schaut mal, ich hab &#8216;nen Wecker gekauft. Natürlich in der einzig wahren Gutenmorgengutelaune-Farbe&#8230;MATTSCHWARZ Und die Röhre ist auch schon warm&#8230;ROCK&#8217;N'ROLL Gooooooooood Mooooooooooorning Sascha!</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 373px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Medium" title="Wecker Speziale" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3503142799/wecker-speziale.html"><img title="Wecker Speziale" src="http://farm4.static.flickr.com/3578/3503142799_3c0d6e7739.jpg" alt="Wecker Speziale" width="363" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Wecker Speziale</p></div>
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		<title>Qual der Wahl</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 14:28:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Capoeira]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern]]></category>
		<category><![CDATA[Mancora]]></category>
		<category><![CDATA[Surfen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Wahl fiel erst einmal auf einen Sprung in das kuehlnasse Element...Wasser genannt. Yes! Ich glaub', so lassen sich 4-5 Tage ohne Weiteres "rumbringen". Alsbald bekam ich dann auch Wind vom ueberaus lukrativen Angebot Capoeira-Stunden nachmittags hier im Hostel zu nehmen. Hinzugesellte sich noch das lang erwartete Surfen, welches ich, aufgrund der Beschwerden zu meinem Blogeintrag von Ica, versuchte mithilfe von Robby - einem Ex-Pro-Surfer aus Hawaii - an Mancoras Straenden zu verfeinern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="LOKI Hostel" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3076784502/img_3322.html"><img title="LOKI Hostel" src="http://farm4.static.flickr.com/3270/3076784502_554ee1af93_m.jpg" alt="LOKI Hostel" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">LOKI Hostel</p></div>
<p>Nach unserer 24 Stunden waehrenden Busfahrt von der traumhaften Bergwelt an die Nordkueste von Peru &#8211; incl. dreimal Umsteigen &#8211; kamen wir in &#8220;Little-Mallorca&#8221; an. In unserem Hostel hier in Mancora fuehle ich mich wie auf einem Club-Urlaub, welchen ich eigentlich nie im Leben haben wollte! Dafuer bin ich doch schliesslich Individualreisender. Das suggeriert mir jedenfalls jeden Tag auf&#8217;s Neue der Einband meines Reisefuehrers!?! Die Party-Musik bis spaet in die Nacht, die Bauarbeiten der noch nicht ganz fertiggestellten Anlage, die &#8220;boozenden&#8221; (saufenden) Jung-Australier, -Englaender sowie -Amerikaner versuchte ich einfach zu ignorieren. Denn immerhin konnte der Pool schon benutzt, abends brilliantes Essen verzehrt und drumherum so einiges fuer koerperliche Erholung und Ertuechtigung genutzt werden. Und nicht zu vergessen: meine  irischen Maedels waren ja noch da. Das half!</p>
<p>Meine Wahl fiel erst einmal auf einen Sprung in das kuehlnasse Element&#8230;Wasser genannt. Yes! Ich glaub&#8217;, so lassen sich 4-5 Tage ohne Weiteres &#8220;rumbringen&#8221;. Alsbald bekam ich dann auch Wind vom ueberaus lukrativen Angebot <a title="Capoeira - brasilianischer Kampftanz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Capoeira" target="_blank">Capoeira</a>-Stunden nachmittags hier im Hostel zu nehmen. Fuer umgerechnet 1,20 EUR zwei Stunden lang etwas an frischer Luft fuer Koerper und Seele tun zu koennen, klingt doch ganz gut, oder?! Dafuer koennen Fitnessstudio-Gaenger gerade mal an den Freeze-Shake-Behaeltern an der Theke schnuppern oder den Spint von aussen streicheln. Und immerhin mussten wir so langsam mal wieder etwas fuer/gegen unser Hueftgold tun, nach all der Voellerei der letzten Tage und Wochen. Wandern und Klettern hilft da naemlich nicht wirklich. Jaja, ich weiss, &#8220;Jammern auf ganz hohem Niveau&#8221;&#8230;und ich schmeiss auch gleich 3 EUR ins Phrasenschwein.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Steh' auf, alter Mann!" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3043424149/img_3255.html"><img title="Steh' auf, alter Mann!" src="http://farm4.static.flickr.com/3239/3043424149_169714f1f2_m.jpg" alt="Steh' auf, alter Mann!" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Steh&#39; auf, alter Mann!</p></div>
<p>Hinzugesellte sich noch das lang erwartete Surfen, welches ich, aufgrund der Beschwerden zu meinem Blogeintrag von Ica, versuchte mithilfe von Robby &#8211; einem Ex-Pro-Surfer aus Hawaii &#8211; an Mancoras Straenden zu verfeinern.  Mit seinem Uebungsboard funktionierte das in den 1,5 Uebungsstunden auch erstaunlich schnell. Doch habe ich die schnelle Ermuedung beim Surfen unterschaetzt. Ich meine, die Welle zu reiten ist ja das Eine und nun wirklich Coole&#8230;aber sobald Du, am Strand angekommen, kehrt machst, um die naechsten Wellen in Angriff nehmen zu koennen, bist Du den Traenen nah! Neee! Ick will da nisch wieder rauspaddeln! Warum ist noch kein heller Kopf darauf gekommen, mal einen kleinen Aussenboarder fuer Boards zu erfinden!?! Und auch gleich noch &#8216;ne Ladung Salzwasser schlucken? Nein, danke! Da spuck&#8217; ich lieber! Zudem war wohl auch in einigen Momenten einer wunderbaren Welle mein Koerper in extatischer Club-Urlaubsstimmung. Ein beherztes und explosives Aufspringen vom Board in die coole Surfer-Position sieht jedenfalls anders aus, alter Mann. Und aus meiner anfaenglichen Illusion einen geschmeidigen Sascha ueber die Wellen reiten zu sehen, wurde demnach auch nichts. Vielmehr konnte die Strandgemeinde wohl eher einen stocksteifenden und wankenden Deutschen nach zwei Tagen beobachten. Verdammte Axt, Posen sieht anders aus! Nix mit Eisbach im Fruehjahr in Muenchen/Downtown.</p>
<p>Nun denn, nachdem ich jedoch meinem Tagebuch in Huaraz versprochen hatte, dass nach meiner Rueckkehr in Deutschland das Klettern nach Jahren des Zoegerns nun endlich in meine erlesene Hobby-Liste aufgenommen werden wuerde, stehe ich nun hier in Mancora vor einem kleinen Problem!</p>
<p>Nicht das Surfen &#8211; wo auch &#8211; sondern vielmehr Capoeira bereitet mir nun bei der Wahl eines weiteren Hobbies bei weiterhin begrenzter Freizeit arges Kopfzerbrechen.</p>
<p>Zsuzsa, Du lagst damals mit Deiner Idee voellig richtig! Athletik und Akrobatik spielerisch kombiniert mit wirklich wunderbaren &#8220;afro-brasilianischen&#8221; Rhythmen&#8230;da fuehlen sich meine Hueften und meine &#8220;Hummeln im Po&#8221; so richtig ausgelastet.</p>
<p>Was macht man da bloss??? Ich glaub&#8217;, die einzige Loesung liegt in der Kreation eines neuen Berufsbildes: Hobbyist! Obwohl dann sieht&#8217;s schlecht fuer meine Berufsunfaehigkeitsversicherung aus. Ich glaub&#8217;, &#8220;Hobbyist&#8221; als zu versichernde &#8220;occupational&#8221; (berufliche) oder &#8220;pastime impairment&#8221; (freizeitliche Beeintraechtigung) gibt&#8217;s noch nicht!?! Ian! Geht da was? Koennt Ihr das bitte noch ins Customizing des Risk Managers aufnehmen! Customizing-Views /MSG/V_IMP_OCC und /MSG/V_IMP_PAST&#8230;oder so aehnlich! Achja, und nicht die anderen &#8220;BuchungsCodes&#8221; vergessen! Kann zwar ein bisschen dauern, aber schliesslich kann es ja sein, dass ich meinen gern mit der Erdanziehungskraft spielenden Koerper noch einmal woanders auf der Welt versichern moechte.</p>
<p>Schande, ich glaub&#8217;, ich hab&#8217; das zu lange gemacht!</p>
<p>Und wer moechte, der kann sich auch auf meine Sponsorenliste eintragen! Schliesslich steht die Adventszeit vor der Tuer, gell!</p>
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		<title>Berge, Berge und nochmals Berge</title>
		<link>http://snize.de/blog/2008/11/berge-berge-und-nochmals-berge/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 19:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Huaraz]]></category>

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		<description><![CDATA[Laesst man von der kulinarischen Seite des Raumes ab und wendet den Blick zurueck zur Mitte so wird man sogleich von einer halbrunden, etwa 4 Meter grossen Ledercouch an einem Feuerplatz eingeladen. Wenn man sich nun noch traut links oder rechts am Kamin vorbei durch das etwa 8 Meter breite Panoramafenster hindurchzuschauen, bekommt man wohl eines der schoensten Bergpanoramen zu sehen. Cordelliera Blanca: schneebedeckte Fuenf- und Sechstausender zu einer Perlenschnur aufgereiht und zum Greifen nahe. Ich gebe zu, es fiel mir schwer mich auf mein Fruehstueck zu konzentrieren...ich glaub', der Tee war mittlerweile kalt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Schlafgemach de luxe" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3043423799/p1050154.html"><img title="Schlafgemach de luxe" src="http://farm4.static.flickr.com/3027/3043423799_4811a3f462_m.jpg" alt="Schlafgemach de luxe" width="240" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Schlafgemach de luxe</p></div>
<p>Da war sie! Meine erste Fahrt per Nachtbus mit WEITEN, LEDERBEZOGENEN SCHLAFSESSELN!!! Sogar  Fleecedecke und Kopfkissen gab es. Holla, was&#8217;n Segen fuer meine internet-sitzgeplagten Pobacken. Na, wie auch immer&#8230;aeh&#8230;war halt&#8230;toll! ;o)</p>
<p>Nach unserer Nachtfahrt von Lima in das, wie bereits erwaehnte Mekka der Bergsteiger, nach Huaraz, sind meine irischen Maedels Niamh (Nief) C., Niamh D., Andrea, Sarah, welche ich ja schon in Bolivien kennengelernt hatte, und ich im Churup Hostel erst einmal beim Fruehstueck ueberwaeltigt worden. Man stelle sich vor, man betrete in der vierten Etage einen weitlaeufigen, lichtdurchfluteten Raum, Deutsche wuerden das wohl Wohnzimmer mit grosser Essecke nennen, mit offenem Dachboden (Decke bis zum Giebel) und einer offenen Kueche zur Rechten. Es duftet nach &#8220;wirklich&#8221; frischem Kaffee &#8211; was nicht so ueblig ist in Peru &#8211; sowie frisch gepresstem Orangensaft und endlich mal wieder ordentliche Broetchen. Laesst man von der kulinarischen Seite des Raumes ab und wendet den Blick zurueck zur Mitte so wird man sogleich von einer halbrunden, etwa 4 Meter grossen Ledercouch an einem Feuerplatz eingeladen. Wenn man sich nun noch traut links oder rechts am Kamin vorbei durch das etwa 8  Meter breite Panoramafenster hindurchzuschauen, bekommt man wohl eines der schoensten Bergpanoramen zu sehen. Cordelliera Blanca: schneebedeckte Fuenf- und Sechstausender zu einer Perlenschnur aufgereiht und zum Greifen nahe. Ich gebe zu, es fiel mir schwer mich auf mein Fruehstueck zu konzentrieren&#8230;ich glaub&#8217;, der Tee war mittlerweile kalt.</p>
<p>Natuerlich durfte am ersten Tag unserer&#8230;aeh, meiner Akklimatisierung hier in Huaraz auf 3.090m schon gar nicht mein Sonnenbad fehlen. Denn die Maedels sind ja gerade erst aus den Bergen gekommen und ich halt von Normalnull. Und zudem gab es diesen schoenen Panoramablick auch noch in einer &#8220;extended version&#8221;&#8230;einfach per Wendeltreppe auf die Dachterasse und in einen Sonnensessel fallen lassen. Hach! Besser laesst&#8217;s sich nicht akklimatisieren!?! Doch! Das geht noch besser&#8230;wenn man naemlich beim Sonnenbaden wenigstens ein wenig Sonnencreme draufpacken wuerde! Ich schwoere, es waren auch nur ein paar Minuten&#8230;ehrlich! Doch den lieben Herrn im Himmel tangierte dieser Fauxpas wohl nur rektal periphaer&#8230;er liess mich in der Nacht und an den kommenden Tagen ALLE erdenklichen Reize auf meinem gluehenden Bauch und meiner krebsroten Brust spueren. Ich konnt&#8217;s halt mal wieder nicht abwarten braun zu werden. Hab&#8217; mir sagen lassen, andere holen sich da die weitaus ungefaehrlichere Sonnenkur per &#8220;Selbstbraeuner Perfekt Braeuner Milch&#8221;&#8230;vielleicht ueberleb&#8217; ich dann!?!</p>
<p>Na egal, jedenfalls galt es nun in den kommenden Tagen die opulenten &#8220;Freizeitaktivitaeten&#8221; hier im Nationalpark Huascaran wahrzunehmen. Wir entschieden uns fuer einen Ein-Tages-Trek zur Laguna 69, Bergklettern und Canyoning.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Laguna 69" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3043420063/img_2866.html"><img title="Laguna 69" src="http://farm4.static.flickr.com/3226/3043420063_a570f280a5_m.jpg" alt="Laguna 69" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Laguna 69</p></div>
<p>Der Gletschersee Laguna 69 liegt auf ca. 4.760m und brachte auf dem 3stuendigen Aufstieg &#8220;nur&#8221; meine Lunge zum bersten &#8211; siehe &#8220;Akklimatisierung&#8221; von NORMALNULL oben. Die Maedels zwitscherten froehlich vor sich hin&#8230;bis hinauf zum See&#8230;grrr. Der angesetzte Schulterschluss von Niamh D. wollte mich dann trotzdem nicht beruhigen: &#8220;It is only the altitude, Sascha.&#8221; (Es ist nur die Hoehe, Sascha) Genau&#8230;und im Himmel ist Jahrmarkt! Mir egal an was es lag. Ich hab&#8217; mich gerade einfach nur von vier Maedels am Berg versaegen lassen ;o) Aber morgen, da&#8230;! Immerhin wussten mich der Anblick des von mehreren schneebedeckten Kuppen umringten aquamarinen Sees, ein wenig Mittagessen (immer dieser Unterzucker, ja!) und die beiden turtelnden Enten zu besaenftigen.</p>
<p>Und am kommenden Tag hab ich wirklich ausgeglichen. Hab&#8217; die Irlaenderinnen in der Wand abgezogen! Okay, ich geb&#8217;s ja zu, das ist nun wirklich nicht der fairste Wettkampf: Mann vs. Frau. Und ich hab&#8217; ja auch ein wenig Vorerfahrung: eine &#8220;3&#8243; und eine &#8220;4&#8243; in der saechsischen Schweiz mit jungfreulichen 13 Lenzen&#8230;uiuiui&#8230;wat&#8217;n Pro-Climber! Na und! Mir doch egal! Auf internationaler Buehne wird mit harten Bandagen gekaempft&#8230;meinem Ego tat&#8217;s gut! An alle Frauenrechtler die hierzu etwas sagen wollen: &#8220;Kommentare zur Verteidigung der Maedels werden nicht geduldet! Sechs! Setzen!&#8221;;o)&gt;</p>
<p>An unserem letzten Tag in Huaraz, bevor es dann weiter nach Mancora ans Meer gehen wuerde, stand dann noch das Canyoning an. Fuer alle Unbeleckten in dieser Kategorie, wie mich: man nehme ein Seil&#8230;fixiere es in einem Wasserfall und seile sich ab. Ui!</p>
<p>Dass ich mir dabei ohne Wet-Suit (Neoprenanzug) den Tot holen wuerde, sagte uns jedoch keiner von der Agentur&#8230;somit beliess ich es bei der ersten Runde und ueberliess das Schlachtfeld den johlenden Irlaenderinnen. Ich bin mittlerweile zu gebraechlich fuer sowas&#8230;Warmduscher! Da hab&#8217; ich mich dann lieber mit einer MTB-Tour zurueck nach Huaraz belohnt&#8230;ein wenig Singletrail auf 20km entlang des Flusses. Yippie!</p>
<p>Den geplanten Trek habe ich beschlossen zu vertagen. Das Wetter fuer den Santa Cruz-Trek (3-4 Tage) und den Huayhuash-Trek (8-10 Tage) inmitten all dieser schoenen Berge und Taeler ist in der jetzigen Regensaison einfach zu wechselhaft, als dass ich noch einmal einen North Coast-Trail erleben wollen wuerde. Und immerhin wartet ja noch Patagonien auf mich. Lechz!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Mein heimlicher Fan beim Klettern!" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3076784958/img_1829.html"><img title="Mein heimlicher Fan beim Klettern!" src="http://farm4.static.flickr.com/3064/3076784958_a8244d3ed3_m.jpg" alt="Mein heimlicher Fan beim Klettern!" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Mein heimlicher Fan beim Klettern!</p></div>
<p>Aber! Birgit&#8230;und auch alle anderen mit der Sehnsucht nach aktivem Urlaub in einer schoenen Bergwelt in Uebersee: Peru &gt; Cordillera Blanca is the place to be!!! Urlaubsplanung beginnt JETZT! ;o)</p>
<p>P.S. Ich wuerde gern mit einer 4er-10er Gruppe in den kommenden Jahren noch einmal hier hinueber kommen wollen: Huayhuash-Trek! 8-10 Tage! Mit Zelt und Wanderstiefeln! Die Freiwilligenliste zum Einschreiben ist hiermit eroeffnet! Glaubt mir, ich habe Bilder gesehen, die einen nicht wieder loslassen&#8230;ich habe sozusagen ein Branding abbekommen!</p>
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		<title>Halbzeit(pause)!</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 18:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Halbzeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In der zweiten Haelfte der letzten Saison zeichnete sich ab, dass mein (Miet)Vertrag fuer die kommende Saison nicht verlaengert und alsbald mit einem neuen, juengeren, aber auch gleichfalls unerfahreneren Spieler fuer die Zukunft geplant wird. Immer dieser Jugendwahn! Somit war fuer mich klar, dass ich aus dem Muenchener Kader raus bin, wenn ich nicht gerade mit unserer fast 16jaehrigen Grande Dame "Minka" um den Platz am Katzenklo im Keller konkurrieren wollen wuerde und ich mir somit eine neue Wirkungsstaette wuerde suchen muessen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hallo in die Heimat! Nach meiner kleinen Aufarbeitungsphase zurueck in Lima und dazu ein paar kulinarischen Versuessungen, wie bspw. Zimtschnecken, ging es nun weiter in den Norden von Lima: in die Cordelliera Blanca nach Huaraz. Dem Mekka Perus fuer alle Bergsteiger! Doch dies soll hier erst einmal nicht Gegenstand meines Berichtes sein. Vielmehr steht mein Bergfest an. Viereinhalb Monate sind rum und es ist Zeit fuer eine kleine Zwischenbilanz&#8230;ganz im Stile meines Artikeltitels:</p>
<p>In der zweiten Haelfte der letzten Saison zeichnete sich ab, dass mein (Miet)Vertrag fuer die kommende Saison nicht verlaengert und alsbald mit einem neuen, juengeren, aber auch gleichfalls unerfahreneren Spieler fuer die Zukunft geplant wird. Immer dieser Jugendwahn! Somit war fuer mich klar, dass ich aus dem Muenchener Kader raus bin, wenn ich nicht gerade mit unserer fast 16jaehrigen Grande Dame &#8220;Minka&#8221; um den Platz am Katzenklo im Keller konkurrieren wollen wuerde und ich mir somit eine neue Wirkungsstaette wuerde suchen muessen. Dabei braucht sich der neue Spieler &#8211; wie mir zu Ohren kam &#8211; nicht mal in den Dienst der Mannschaft zu stellen und geniesst dennoch das Vertrauen des Trainers und der Vereinsfuehrung&#8230;Jugend! Tsiss!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Darf ich vorstellen: Amelie!" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3105488829/darf-ich-vorstellen-amelie.html"><img title="Darf ich vorstellen: Amelie!" src="http://farm4.static.flickr.com/3152/3105488829_1a3f6e9dc2_m.jpg" alt="Darf ich vorstellen: Amelie!" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Darf ich vorstellen: Amelie!</p></div>
<p>Der Name des neuen Spielers? Amelié! Der klingt auch noch gut&#8230;pfff! Kein Wunder, dass der FC Foerster an der Johannes-Neuhaeusler-Strasse so auf die Kleine abfaehrt! ;o)</p>
<p>Deshalb musste ich der Kuendigung zuvor kommen und habe selbst gekuendigt&#8230;aetsch! Mit meinem Transfer ins Ausland bin ich derzeit ganz gluecklich. Habe jede Menge Freiheiten im Spiel nach vorn, die Abwehrarbeit war eh noch nie mein Problem und ich merke auch, dass ich mich hier und da auch weiterentwickle. Mein neuer Trainer? Ja, der haelt es nicht mal fuer notwendig vor Ort seine Trainingsarbeit abzuhalten. Vielmehr gibt er mir ordentlich Zunder von Uebersee&#8230;na warte, wenn ich den erwische! Mich wundert´s, dass noch keine Ortsdiskussion wie bei Klinsmann in 2005/06 losgetreten worden ist.</p>
<p>Ein klein wenig Wehmut ist hier in Uebersee dann doch dabei. Bei all den Krachern, die in den kommenden Wochen nun anstehen, ist´s schon komisch, nicht zur Adventszeit in der Heimat zu sein. Kein Dresdener Christstollen, keine Plaetzchen backen, keine Lebkuchen, keine Raeuchermaenn&#8217;l und&#8230;keine Familie um einen herum! Ja, das ist das Los des Legionaers! Aber bei der Umgebung hier ist das alles ein Jammern auf gaaaanz hohem Niveau! ;o)&gt;</p>
<p>Nun sitze ich hier im Trainingslager in Huaraz und schaue zurueck auf die Hinrunde dieser Spielzeit in Amerika. Zu Beginn der neuen Saison habe ich zwar etwas wirsch/abenteuerlich bei den Auswaertsspielen in New York City und Seattle begonnen, doch konnte ich meinen eigenen Rhythmus in Vancouver und Roberts Creek zusehends aufnehmen und wir hatten dort eine furiose Zeit, welche ich nicht missen moechte.</p>
<p>Dabei boten sich immer wieder jede Menge gute Chancen im Laufe der Saison, um unter die Top 3 der Tabelle zu gelangen. Einige Chancen bspw. habe ich dann nach der Zeit in Kanada knueppelhart versemmelt, so unter anderem Venezuela. Hab&#8217; mich einfach zu sehr von der Sicherheitssituation in meinem ersten suedamerikanischen Land einschuechtern lassen oder ich habe Moeglichkeiten einfach nicht wahrgenommen, obwohl sie manchmal sehr offensichtlich vor meinen Fuessen lagen. Zudem bin ich auch in einigen der Spiele in Bolivien und Peru sehr weite und kraftraubende Wege gegangen &#8211; siehe meinen Kreuz-und-Quer-Trip auf meiner &#8220;Roadmap&#8221; &#8211; aber letztendlich waren diese trotzdem von Erfolg gekroehnt und es fand somit auch ein gewisser Erfahrungsprozess statt. Und eben dieser Reifeprozess ermoeglichte mir dann schliesslich zum Ende der Hinrunde, auch manchmal mit dem notwendigen Glueck, einige Spiele fuer mich entscheiden zu koennen und bescherte mir somit eine wunderbare Zeit in Peru! Dabei war auch immer wieder zu merken, dass die besten Spiele ueber eine geschlossene Mannschaftsleistung erreicht wurden. Erstaunlich war nur, wie mit immer wieder neuen Mitspielern diese tollen Erfahrungen erspielt wurden. Teamgeist ist alles und hilft einem wirklich, wenn man selbst mal wieder ein wenig durchhaengt!</p>
<p>Und nicht zu vergessen die tolle Fanpost von ueberall aus der Welt (vornehmlich natuerlich aus Deutschland!), welche immer wieder voll Heiterkeit und Zuspruch war! Weiter so! ;o)</p>
<p>Nun! Mein Ausblick fuer die Rueckrunde dieser aufregenden Spielzeit:</p>
<p>Eigentlich warte ich immer noch auf den (versprochenenen) Motivationskommentar des Trainers&#8230;aber was wundert&#8217;s mich&#8230;der ist ja eh schon wieder daheim bei der Familie oder buerstet mit einem breitem Grinsen bei 0ºC auf seiner Moto Guzzi durch die Brandenburger Heide. Und dann bedient er sich wahrscheinlich auch noch des mittlerweile abgedroschenen Spruches von Klinsmann 2006: &#8220;&#8230;aber heute, da haben wir den Capitano&#8230;&#8221;. Ich moechte was Neues hoeren&#8230;Motivier mich, Trainer!</p>
<p>Ich fuer meinen Teil habe mir vorgenommen, in den kommenden &#8220;Heimspielen&#8221; in Patagonien, Feuerland, Buenos Aires und dann zum &#8220;Heissen Tanz&#8221; im Stadion von Rio de Janeiro im Februar noch ein wenig mehr Engagement an den Tag zu legen, und somit auch bewusster der einzelnen Situation gegenueber zu stehen, konsequenter in die Zweikaempfe zu gehen und auch mehr Zug zum Tor zu entwickeln. Ich hab&#8217; nichts zu verlieren! Und eigentlich braeuchte ich neben den offiziellen Punktpsielen der Liga noch einige Spielansetzungen in der Copa Libertadores (Suedamerika&#8217;s Champions League), nur um all die schoenen Orte hier unten noch sehen zu koennen&#8230;alle Reisenden, welche auf Welttournee mit einem Round-The-World-Ticket fuer gerade mal 6 Monate sind, tun mir ein wenig leid.</p>
<p>Und das schoene wiederum an Heimspielen (s.o.) ist ja, dass man &#8220;zuhause&#8221; ist. Sich wohlfuehlt. Spuehrt, dass ein zwoelfter oder gar dreizehnter Mann hinter einem steht. Das ist das Einzige was ich von diesen naechsten Arenen der Reizueberflutungen jedweder Art &#8220;erwarte/erhoffe&#8221;. Nichts mehr! Ich moechte mich einfach nur ueberraschen und von all den Eindruecken berauschen lassen. Denn so schnell werde ich diese wohl nicht wieder erleben. Ja, richtig, ich habe mit dem gewissen Abstand das ein oder andere zu schaetzen gelernt, was ich in und an &#8220;meinem&#8221; Deutschland habe. Ich sage nicht, dass ich fuer alle Tage dort bleiben werde&#8230;dafuer ist diese, unsere Welt viel zu interessant&#8230;aber erstmal moechte ich den Kreis schliessen und heimkommen.</p>
<p>So, und jetzt geht&#8217;s wieder raus auf&#8217;s Spielfeld&#8230;die Rueckrunde steht an in den Arenen von Suedamerika!</p>
<p>P.S. Ein kleiner Wunsch an die Familie zum Weihnachtsfest: Fuer Weihnachtsgeschenke ist der Weg zu weit und ausserdem wechsele ich meine Orte wie meine Unterwaesche&#8230;okay, ja, manchmal bleibe ich auch kuerzer als 3-4 Tage an einem Ort&#8230;anyway&#8230;ich wuerde mich sehr ueber ein gemeinsames Foto von Euch freuen&#8230;so mit Weihnachtsbaum oder weisser Winterlandschaft, wenn moeglich. Einmal alle aus Michendorf-Genshagen-Glindow-Hamburg, einmal aus Muenchen und einmal bitte aus Ebbs (da sollte es mit dem Schnee ja wohl klappen)&#8230;So, das ist meine Wunschliste fuer Himmelpfort! Ich glaub&#8217;, ich war auch immer brav in diesem Jahr!?!????!???!</p>
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		<title>Nazca &amp; Ica</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 19:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und siehe da! Da ging was! Nach einer kleinen Eingewoehnung an unseren Buggy ging es dann auch gleich raus aus der Oase hin zur ersten Duene. Boards anschnallen und hinunterrutschen...jedoch nicht, ohne vorher ordentlich gewachst zu haben. Der Erfolg war fuer mich als noch Nicht-Boarder okay, aber bescheiden. Sah bestimmt etwas unbeholfen aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="IMG_2718" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3000889198/img_2718.html"><img title="Nazca Linien: Affe" src="http://farm4.static.flickr.com/3138/3000889198_3316d4f043_m.jpg" alt="IMG_2718" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Nazca Linien: Affe</p></div>
<p>Morgens um 7:00 Uhr in Nazca angekommen, hatte mein Koerper nun schon ordentlich dafuer bezahlen duerfen, dass ich ihm nach der nicht unalkoholischen Party-Nacht in Cusco nur 4 Stunden Schlaf goennte bevor wir uns am Abend drauf in die (Bus)Spur machten. Die kurvige und alles andere als ebene Strecke von Cusco nach Nazca war einfach zu heftig und so durfte ich nach langer Zeit mal wieder &#8220;Talk to me&#8221; spielen.<br />
Fuer den halbstuendigen Rundflug ueber die Nazca-Linien schien es jedoch zu reichen. Schliesslich wollte ich die riesigen Scharrbilder einmal von oben sehen. Diese bis zu 20km langen Linien, Dreiecke und trapezfoermigen Flaechen sowie Figuren, in Form von Affen, Voegeln und Walen, mit einer Groesse von bis zu mehreren hundert Metern koennen nur aus erhoehter Position betrachtet werden. Doch bereits in der ersten geflogenen Kehre wurde dem Co-Piloten wieder schlecht, woraufhin die Nutzung der Tuete nicht lange auf sich warten liess. Den Rest des Fluges und der Linien habe ich dann nur noch etwas benommen wahrgenommen. Voller Erfolg! Wie sagt Juergen von der Lippe so schoen: &#8220;Nie wieder Alkohol&#8221;&#8230;oder halt mehr, dass ich besser im Training stehe. Denn, wann trinke ich eigentlich schon mal Allehol?!?</p>
<p>Somit hiess es fuer mich, bis zum Nachmittag zu regenerieren und dann mit Jack nach Ica zu fahren. Unserer letzten gemeinsamen Station, bevor wir zurueck in Lima, getrennte Wege gehen wuerden. Er wuerde am Sonntag nach Rio weiterfliegen und ich mich nach Huaraz zum Wandern aufmachen. Doch bis dahin war´s noch weit und in Ica warteten am kommenden Tag ersteinmal Sandduenen-Boarding und Sandduenen-Buggy-Fahren auf uns. Hoffentlich wuerde mich die Nacht wiederbeleben.</p>
<p>Nach einer ordentlichen Muetze Schlaf fuehlte ich mich dann auch schon wieder fitter. Also konnten die Sandduenen kommen. Die ueber unser Hostel gebuchte Sandboarding-Tour haben Jack und ich nach Begutachtung unseres Buggy-Gefaehrts gar nicht erst angetreten und sind schurstracks zum Hostel unserer britischen Gruppe, welche wir gestern bereits in Nazca kennengelernt hatten. Vielleicht hatten sie ja doch noch zwei Plaetze in ihrem Buggy frei.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="P1040775" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3000046731/p1040775.html"><img class=" " title="Silver Surfer in den Sandduenen" src="http://farm4.static.flickr.com/3240/3000046731_a4c3ddfd7a_m.jpg" alt="P1040775" width="240" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Silver Surfer in den Sandduenen</p></div>
<p>Und siehe da! Da ging was! Nach einer kleinen Eingewoehnung an unseren Buggy ging es dann auch gleich raus aus der Oase hin zur ersten Duene. Boards anschnallen und hinunterrutschen&#8230;jedoch nicht, ohne vorher ordentlich gewachst zu haben. Der Erfolg war fuer mich als noch Nicht-Boarder okay, aber bescheiden. Sah bestimmt etwas unbeholfen aus.<br />
Nach der zweiten, nun schon etwas steileren Duene, wurde es zwar besser, doch schickte sich der Duenensand an, meine Fuesse aus meinen Schuhen mit allem Nachdruck zu verdraengen. Die dritte Duene bescherte mir, meinem Gesicht und meinem Steissbein einen kapitalen Totalschaden. An dieser wirklich steilen Duene - beim Skifahren waere das wohl zwischen rot und schwarz gewesen - ordentlich Fahrt aufgenommen und dann das Gleichgewicht verloren&#8230;dreimal Purzelbaum geschlagen und voll war ich mit Sand&#8230;AU! Verdammte Axt! Det tut weh! Hoffentlich kann ich mich noch hinsetzen. Schoen, wenn der Schmerz nachlaesst&#8230;liess er aber nicht&#8230;er sollte auch noch in den kommenden Tagen mein staendiger Begleiter sein.</p>
<p>An den folgenden Duenen, welche nun noch ein wenig steiler und vor allem laenger waren, entschied ich mich nur noch baeuchlings hinunterzuheizen&#8230;was wesentlich spannender ist, wenn man noch nicht so versiert im Boarden ist.</p>
<p>Auf dem Weg zurueck zur Oase drehte unser Fahrer dann noch einmal unser achtzylindriges Ungetuem auf und pfluegte ueber ein paar Hangkuppen oder zelebrierte einen U-Turn in voller Fahrt an einer anderen Hangkuppe. Wie Achterbahnfahren! Gaudi pur!</p>
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		<title>Machu Picchu</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 19:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Machu Picchu]]></category>

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		<description><![CDATA[In Aguas Calientes (AC) hielt es Jake und mich nicht laenger im Hotel und wir folgten der Empfehlung unseres Reisefuehrers, den von Machu Picchu (MP) gegenueberliegenden Berg - Potocosi - zu erklimmen. Es war zwar mit 15:30 Uhr schon recht spaet, da der Aufstieg mit ca. 1,5h angegeben war und wir nicht im Dunkeln zurueckkommen wollten, aber wir wollten uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Zur Sicherheit packten wir unsere Stirnlampen ein...noch ein paar Bananen von der netten alten Dame an der Ecke gekauft und dann nix wie los!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="IMG_2164" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3000035269/img_2164.html"><img title="Cusco am Morgen...mit Blick ueber Plaza de Armas" src="http://farm4.static.flickr.com/3032/3000035269_09816039df_m.jpg" alt="IMG_2164" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Cusco am Morgen...mit Blick ueber Plaza de Armas</p></div>
<p>Am Vortag waren wir aus La Paz in einer 12stuendigen Busfahrt nach Cusco, der alten Hauptstadt des Inkareiches, welches sich vom heutigen Kolumbien im Norden bis hinunter nach Chile erstreckte, gereist. Dies ist gleichzeitig Ausgangsort fuer all jene Reisenden, die Machu Picchu besuchen wollen. Jack, Jake und ich wollten jedoch nur fuer zwei Tage dort hin. Den viertaegigen Inca-Trail konnten wir nicht machen, da wir nicht bereits 2-3 Monate im Voraus wussten, wann wir hier sein wuerden. Alternativvarianten des Trails schloss ich fuer mich selbst aus, da ich wohl noch andere Trails in Suedamerika machen werde.</p>
<p>Nachdem wir am fruehen Morgen ein nettes Fruehstueck auf der Terasse unseres Hostels mit wunderbarem Blick ueber Cusco hatten, machten wir uns auf die Suche nach einer probaten Zug- oder Busverbindung nach Aguas Calientes, um von dort nach Machu Picchu zu gelangen.<br />
Bei der peruanischen Bahn sind wir fuer den heutigen Tag noch fuendig geworden. Jedoch nicht direkt von Cusco aus, sondern auf halbem Wege ab Ollanta nach Aguas Calientes. Nach Ollanta gelangten wir per Taxi. Auf dem Weg dorthin durchfuhren wir das Urubambatal, welches wirklich wunderschoen ist&#8230;gruen, klein und umgeben von steil aufragenden Bergen. Und im Hintergrund noch schneebedeckte Bergkuppen von noch hoehergelegenen Gletschern auf ca. 5.500m. Die Bahnfahrt nach Aguas Calientes bot auch noch ein paar wunderschoene Blicke durch die Schluchten, entlang eines Urubamba-Flusses.</p>
<p>In Aguas Calientes (AC) hielt es Jake und mich nicht laenger im Hotel und wir folgten der Empfehlung unseres Reisefuehrers, den von Machu Picchu (MP) gegenueberliegenden Berg &#8211; Potocosi &#8211; zu erklimmen. Es war zwar mit 15:30 Uhr schon recht spaet, da der Aufstieg mit ca. 1,5h angegeben war und wir nicht im Dunkeln zurueckkommen wollten, aber wir wollten uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Zur Sicherheit packten wir unsere Stirnlampen ein&#8230;noch ein paar Bananen von der netten alten Dame an der Ecke gekauft und dann nix wie los!<br />
Der Aufstieg bescherte uns gleich zu Beginn die avisierten steilen Leiterstufen&#8230;ueber ca. 300m hinweg&#8230;aeaeaeh, das Ende der jeweiligen Leiter hatten wir von unten nie sehen koennen! Aber das machte Aufstieg nur interessanter. Und er bot wirklich von Anfang an wirklich spektakulaere Blicke ueber die verschiedenen, von Aguas Calientes abgehenden Taeler, welche von dicht bewaldeten gruenen Haengen umgeben und mit einer gewissen Mystik versehen waren.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="IMG_2273" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3000038709/img_2273.html"><img title="Potocosi: Blick auf Machu Picchu" src="http://farm4.static.flickr.com/3201/3000038709_dfacb9fae2_m.jpg" alt="IMG_2273" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Potocosi: Blick auf Machu Picchu</p></div>
<p>Oben nach ca. 1 Stunde angekommen und etwas aus der Puste, hatten wir den Sonnenuntergang um 10 Minuten verpasst, bestatigten uns 2 Hollaender und ein Brasilianer. Das machte jedoch nichts, da wir immer noch einen super Blick hinueber nach Machu Picchu hatten. Noch ein paar Fotos von uns vor der Kulisse von Machu Picchu und dann gleich noch mit den Hollaendern fuer den kommenden Morgen verabredet. Auch sie wollten nach Machu Picchu in aller Herrgottsfruehe hinaufsteigen und ebenso wie ich den Bus schmaehen. Startzeit: 4:00 Uhr.</p>
<p>Der Abstieg war dann eher Formsache und wir kamen noch vor der Dunkelheit unten an&#8230;was uns noch den Besuch der heissen Quellen ermoeglichte. Nach der Wanderung war das genau das Richtige</p>
<p>Sonntagmorgen, 3:46 Uhr! Mist! Den ersten Alarm hatte ich wohl ueberhoert. Raus jetzt und die bereits gestern zurechtgelegten Klamotten geschnappt. Fruehstueck gab´s widererwarten auch noch&#8230;na, das passt doch.<br />
4:20 Uhr! Dann werd´ich die Hollaender halt einholen muessen&#8230;sie waren ja eh mit ihren Freundinnen unterwegs. Uuups, bitte nicht falsch verstehen, Frauenwelt, aber da gibt es, bis auf Ausnahmen, so gewisse physische Unterschiede&#8230;hab´ ich mir sagen lassen&#8230;aeaeaeh. Mist! Sag´ einfach nix mehr, Saschi.</p>
<p>Jedenfalls kam ich erst gar nicht dazu, mich von meiner Musik unterhalten zu lassen, denn ich schloss zu Simon (AUS) auf, mit dem ich den morgendlichen Aufstieg dann zusammen wagte. Jack &amp; Jake wuerden in ca. 1 Stunde mit dem Bus folgen. Zusammen mit der hollaendischen Gruppe waren wir dann nach gut einer Stunde oben. Einige Wanderer waren noch frueher dran gewesen, aber wir mussten ja eh noch auf die Oeffnung von MP um 6:00 Uhr warten. Wahrscheinlich sind die schon um 3:30 Uhr losgelaufen. Da wuerd´mir ja was fehlen&#8230;</p>
<p>Fuer uns hiess es nach der Oeffnung sofort zum Wayna Picchu, dem grossen Berg gegenueber von MP, zu laufen, um uns dort fuer den Aufstieg einzuschreiben. Denn es koennen pro Tag nur 200 Personen um 7:00 Uhr und weitere 200 Personen um 10:00 Uhr aufsteigen und den wunderschoenen Blick auf MP geniessen. Von traumhaften Blicken auf MP oder gar die Bewunderung des Sonnenaufgangs am Sonnentor konnte jedoch keine Rede sein. Es war alles wolkenverhangen und es begann zu regnen. Tollo! Das werden ja ganz besonders tolle Bilder, dachte ich mir. Da bin ich einmal hier und dann das&#8230;ich hatte schon darueber nachgedacht, fuer meine Fotosammlung ein paar Fotos von National Geographic oder gar von GEO zu stibitzen. Jack &amp; Jake begannen deshalb auch etwas zerknirscht um ca. 8:30 Uhr den Abstieg vom Wayna Picchu. Ich hingegen blieb noch mit den vier Wiener Mad´ls und weiteren 100 Hoffnungsvollen oben&#8230;wartend darauf, dass wir vielleicht doch noch freie Sicht auf MP bekommen wuerden.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="IMG_2494" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3000883596/img_2494.html"><img class="   " title="Machu Picchu: Blick auf Wayna Picchu" src="http://farm4.static.flickr.com/3253/3000883596_f67782bb90_m.jpg" alt="IMG_2494" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Machu Picchu: Blick auf Wayna Picchu</p></div>
<p>Punkt 9:00 Uhr war´s dann soweit&#8230;schnell die Kamera gezueckt und ein paar Bilder geschossen. Was dann folgte, glich eher einer Orgie des Fotografierens, als dass es wirkliches Geniessen der Oertlichkeit war. Denn der Zug ging fuer uns ja schon wieder um 12:26 Uhr von AC. Das hiess fuer mich so gegen 11:00 Uhr von MP hinabzusteigen. Als ich vom Wayna Picchu nach MP hinabgestiegen war, um dort noch ein paar Fotos zu machen, realisierte ich, dass all jene, die zuvor behaupteten, MP nur am Vormittag zu besuchen, wuerde voellig ausreichen, lagen meines Erachtens voellig falsch. Denn ich haette neben all den Fotos gern noch hier oben auf ca. 2.400m unter einem schattigen Baeumchen die mittlerweile wunderbare Sicht geniessen oder gar eine Fuehrung mitmachen wollen. Diese Ruinenstadt der Inka, welche fuer die Spanier unentdeckt blieb, hat hier einfach wunderschoene Panoramablicke in fast alle Himmelsrichtungen ueber dichtbewachsene Haenge des Urubambatals zu bieten. Oft bereits gesehen, aber halt auch immer wieder schoen.</p>
<p>Leider war meine Zeit abgelaufen und ich begann den Abstieg. Den Rucksack aus dem Hotel holen, etwas Essen und Trinken besorgen&#8230;denn ich hatte nichts mehr und ich war ordentlich ausgebrannt&#8230;und dann die Jungs am Zug treffen. Als ich zum Zug aufbrach hatte ich noch gut Zeit. Aber wo war eigentlich der Bahnhof. Irgendetwas stand im Reisefuehrer, dass der Zug zurueck nach Cusco vom neuen Bahnhof abfahren wuerde und nicht vom alten, an dem wir gestern ankamen. Na supi, Saschi. Ein Markt, der auf dem Weg dorthin liegen sollte, konnte ich auch nicht ausmachen. So langsam wurde es eng. Am alten Bahnhof angekommen, fragte ich nach dem neuen Bahnhof&#8230;sie zeigten einen kleinen Berg hinauf. Und da stand er dann auch, mein Zug! Problem war nur, dass das vollkommene Glueck durch einen etwa 2m hohen, nicht passierbaren Zaun verhindert wurde. Das hiess fuer mich, einen U-Turn zu laufen&#8230;zurueck zur Bruecke und dann den Berg hinauflaufen&#8230;das ist eigentlich in 3 verbliebenen Minuten nicht machbar. Nochmal, ich bin nicht Clark Kent. Zumal ich mich nicht zu einem Sprint mit meinem 20kg-Rucksack und meinen schlappen Beinen in der Lage sah.<br />
Kurzum, trotz Unterstuetzung eines Polizisten sah ich den Bummelzug in 20 Meter Entfernung den Bahnsteig verlassen! Aaaah! Wann? Wann werde ich endlich mal konstant voellig entspannt Zeiten einhalten koennen. Ich muss an meinem Zeitmanagement arbeiten! Und nun war es auch nicht gesichert, dass ich heute noch zurueck nach Cusco kaeme. Denn gemeinhin sind die Zuege von MP nach Cusco am Nachmittag gnadenlos ausgebucht. Und wenn, dann wuerde ich wohl ein neues Zugticket kaufen und ein Taxi ab Ollanta selbst zahlen muessen, um dann vielleicht sehr spaet dort einzutreffen.</p>
<p>Aber all diese Befuerchtungen sollten sich nicht bewahrheiten. Vielmehr sollte ein weiteres Mal mein Lieblingsreisespruch Gueltigkeit erhalten: &#8220;Wenn Engel reisen&#8230;&#8221;. Das meine ich nicht arrogant. Vielmehr wandelte sich wieder einmal eine scheinbar vertrackte Situation ohne grosses Zutun meinerseits in einen unkompliziert zu begehenden Pfad&#8230;</p>
<p>&#8230;das Zugticket wurde ohne weitere Kosten auf den naechstfolgenden Zug, 1,5 Stunden spaeter, umgeschrieben; Mein Zug war zwar auf dem Papier quasi ein Downgrade (Herabstufung), da mir die Panoramafenster abgingen, aber in der Realitaet, so stellte sich spaeter heraus, hatte ich wohl den angenehmeren Platz bekommen&#8230;denn im Rentnergruppen-Panoramazug wurde es eine sehr heisse Angelegenheit, wohingegen ich aus schattenspendender Sitzposition trotzdem schoene Fotos schiessen konnte; und zu guter Letzt wurde auch aus der vermuteten Single-Taxi-Fahrt eine Fahrgemeinschaft&#8230;denn meine beiden Banknachbarn Cesar und Oscar aus dem Zug, ihres Zeichens Guides vom Inca-Trail, fragten mich beim Aussteigen ganz unvermittelt, ob ich mit Ihnen ein Taxi nach Cusco teilen wolle&#8230;</p>
<p>&#8230;Zitat: &#8220;Es ist ein Gesetz im Leben: Wenn sich eine Tür vor uns schließt, so öffnet sich dafür eine andere. Die Tragik jedoch ist, dass man meist nach der geschlossenen Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.&#8221;</p>
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		<title>Potosí &#8211; die Stadt des Dynamits</title>
		<link>http://snize.de/blog/2008/10/potosi-die-stadt-des-dynamits/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 18:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamit]]></category>
		<category><![CDATA[Mine]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf unserer Liste standen Cola, Fanta und jede Menge Koka-Blaetter. Denn davon "ernaehrten" sich die Bergarbeiter Tag ein Tag aus dort unten in den Schaechten. Zusaetzlich gab es dort aber auch noch den obligatorischen 96%igen Alkohol und auch unsere "Completos", nach denen es uns luestete. Completos: Dynamit + Zuendschnur + Treibmittel/Verstaerker = 1,80 EUR!!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="IMG_2076" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3000010929/img_2076.html"><img class=" " title="Sonja, Benedikt und Jack auf San Luis Catedral" src="http://farm4.static.flickr.com/3296/3000010929_cd5230275d_m.jpg" alt="IMG_2076" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Sonja, Benedikt und Jack auf San Luis Catedral</p></div>
<p>Nach unserer Salar-Tour im Sueden von Bolivien machten sich Jack und ich gen Osten auf, zu den Minen von Potosi. Jake fuhr direkt nach La Paz zurueck. Dafuer hatten wir jedoch einen neuen Mitstreiter gefunden: Benedikt aus Mainz, welcher gerade mit seiner Doktorarbeit fertiggeworden ist und mal 3 Monate Auszeit nimmt, bevor es mit dem Arbeiten losgeht.<br />
Im Bus gesellte sich dann noch Sonja aus Paris zu uns. Sozialarbeiterin ihres Zeichens und und somit auch entsprechend umgaenglich, warmherzig und bodenstaendig. Da hat sich ja wieder eine nette kleine Gruppe zusammengefunden, ja!</p>
<p>Nach unserem gemeinsamen Fruehstueck in der Naehe von Potosis Hauptplatz Plaza de Armas, ging es dann gleich hinauf auf das Dach der San Luis Catedral. Von hier oben hatten wir einen wunderschoenen Blick ueber Potosi, der mit gut 4.000m wohl hoechsten Stadt der Welt, und seine netten kleinen, engen und verwinkelten Gassen. Und am Rande der Stadt baeumte sich Cerro Rico (Reicher Berg) auf. Dort wuerden wir dann am Nachmittag unsere Minentour haben.<br />
Bevor es jedoch dorthin ging, sollte noch ein wenig Kultur in Form eines Besuches des Silber-Museums betrieben werden.</p>
<p>Zur Minentour sind dann aber nur Benedikt, Jack und ich aufgebrochen, da es Sonja wohl zu eng sein wuerde&#8230;ist halt nicht jedermanns Sache. Also, Schutzanzuege, Gummistiefel und Helm mit der lebenswichtigen Beleuchtung aufgesetzt und ab zum Shoppen. Ja, ab in einen &#8220;Quasi-Tante-Emma-Laden&#8221;, um dort die Geschenke fuer die Bergarbeiter zu kaufen.<br />
Auf unserer Liste standen Cola, Fanta und jede Menge Koka-Blaetter. Denn davon &#8220;ernaehrten&#8221; sich die Bergarbeiter Tag ein Tag aus dort unten in den Schaechten. Zusaetzlich gab es dort aber auch noch den obligatorischen 96%igen Alkohol und auch unsere &#8220;Completos&#8221;, nach denen es uns luestete. Completos: Dynamit + Zuendschnur + Treibmittel/Verstaerker = 1,80 EUR!!!<br />
Ich weiss jetzt jedenfalls, wo und wie ich Silvester feiere!!! ;o)<br />
Das schraege ist nur, dass jeder dort seine Arbeitsutensilien fuer den Bergbau kaufen kann. Und da in den Minen auch Kinder arbeiten &#8211; der Juengste ist derzeit acht Jahre alt &#8211; koennen also auch Kinder in den Laeden ihre Arbeitsutensilien ohne jedwede Reglementierung oder Kontrolle dort einkaufen.</p>
<p>Die Bergarbeiter selbst arbeiten in den Minen alle selbstaendig, schliessen sich jedoch in Teams zusammen. Ihren Ertrag lassen sie zu ortsansaessigen Verwertungsfirmen bringen. Dort wird das abgebaute Material analysiert, bewertet, entlohnt und entspr. dann das eigentliche Silber oder Zinn vom Dreck getrennt, um es weiterverarbeiten zu koennen.<br />
Regulaere Arbeitszeiten sind 8-10 Stunden pro Tag an 6 Tagen in der Woche. Aber wir reden hier von Selbstaendigen. Also wird auch oefters 14-18 Stunden an 7 Tagen der Woche geschufftet. Oder auch mal eine Doppelschicht (2 x 12 Stunden), wenn´s sein muss.<br />
Ich mag meinen Sessel-Pubser-Job!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="IMG_2126" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3000852900/img_2126.html"><img title="Bitte einmal buecken...und nicht so tief einatmen!" src="http://farm4.static.flickr.com/3029/3000852900_79de849a63_m.jpg" alt="IMG_2126" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Bitte einmal buecken...und nicht so tief einatmen!</p></div>
<p>Dann ging´s ab in den Stollen. 3 der 8 Level bekamen wir zu Gesicht. Wobei Nr. 2 so eng war, dass wir durchkriechen und -krabbeln mussten. Und auch sonst bin ich mit meinen 1,88m viel zu gross fuer diese Stollen hier. Fast jeder Stuetzbalken an der Decke ist meiner! Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bergarbeiter von 45 Jahren wuerde ich somit deutlichst unterbieten. Meine Wirbelsaeuleverkruemmung wuerde irgendwann in einen Wirbelsaeulenbruch enden, so sehr musste ich mich immer beugen.</p>
<p>Diese ueberaus hohe Lebenserwartung ist im uebrigen auf die Nicht-Nutzung der Gesichtsmasken zurueckzufuehren. Nicht nur, dass das Atmen durch eben diese erschwert wird, nein, die Kosten fuer diese belaufen sich auf ca. 25-30 EUR. Und sie halten auch nur 2 Monate. Das ist fuer diese Arbeiter hier einfach eine Menge Geld, welches sie fuer ihre Familien benoetigen. Also, nehmen sie sehenden Auges in Kauf frueher von der Buehne abzutreten.<br />
Hatte ich schon erwaehnt, dass ich meinen Sessel-Pubser-Job liebe!</p>
<p>Ja, und auch kpl. per Hand (mit Hammer und Meissel etc.), ohne jedwede maschinelle Unterstuetzung, arbeitende Bergarbeiter gibt es hier unten vereinzelt noch. Nicht nur, dass die Gaenge dort unten noch enger sind, nein, die abgebauten Gesteinssaecke mit 40-50kg Gewicht muessen von ihnen ueber alle Ebenen der Mine bis zur Ebene 1 gebuckelt werden.<br />
Nur zur Erinnerung welche Arbeitsbedingungen hier unten herrschen:<br />
Wir befinden uns auf Ebene 1 auf ca. 4.200m. In Level acht herrschen ca. 60 Grad Celsius. Und die Maenner die nach ihrer 12 Stunden-Schicht auf Ebene 3 an uns keuchend vorbeizogen, jedoch nicht ohne sich einen kurzen Schluck von unseren Geschenken zu goennen, waren einfach nur pitschenass vor Schweiss und voellig ausgebrannt. Und das auch ohne die Gesteinssaecke. Nein Maedels, hier unten ist auch frischer Schweiss nicht mehr aphrodisierend&#8230;ihr koennt Euch entspannen.</p>
<p>Ja, ich bekenne, ich liebe meinen Sessel-Pubser-Leben! Danke, meine Seele, dass Du Dir dieses Leben gewaehlt hast!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="IMG_2146" href="http://snize.de/blog/gallery/photo/3000009785/img_2146.html"><img title="Gefaehrliche Type" src="http://farm4.static.flickr.com/3065/3000009785_7a6c61707b_m.jpg" alt="IMG_2146" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Gefaehrliche Type</p></div>
<p>An der Oebrflaeche wieder angekommen, ging´s unseren Completos an den Kragen. Um die Sprengwirkung noch einmal zu verstaerken, kneteten wir jeweils zwei Dynamitstangen zusammen. Da die Zuendschnur ca. 5 Minuten brennen wuerde, blieb genuegend Zeit, um noch ein paar Fotos von jedem von uns und unserem Zuendsatz zu schiessen. Danach rannte einer unserer assistierenden Guides mit den beiden Buendeln los, um sie entsprechend zu positionieren.<br />
Waehrend wir noch mit unserm Guide herumalberten und schwatzten, fing dieser ploetzlich von 5 herunterzuzaehlen. Schoener Scherz! Dachten wir. Niemals im Leben wuerde er den genauen Zuendzeitpunkt wissen. Und schon gar nicht, nachdem er die ganze Zeit mit uns geschnattert hatte&#8230;und er hatte auch keine Uhr dabei. Jedenfalls konnten wir nichts dergleichen erkennen.</p>
<p>Doch im Moment, als er auf Null zaehlte, ging die erste Detonation hoch! Bis auf eben diese, war es nun muchsmaeuschenstill. Wir waren platt! Wenige Momente spaeter fing er wieder an herunterzuzaehlen&#8230;und wieder ging die Detonation puenktlich wie ein schweizer Uhrwerk hoch. What the hell&#8230;!<br />
Wenigstens haben wir alles auf Video!</p>
<p>Ein kleiner Wermutstropfen blieb jedoch noch. Leider haben wir in der Stadt keine Melone oder Papaya mehr finden koennen, die wir haetten hochjagen koennen. Oder besser noch ein riesiges Stofftier in Form eines Teddies oder Hasen&#8230;die Kinder dieser Welt und vor allem meine Nichte werden es mir danken ;o)</p>
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